Dienstag, 3. März 2015

LISA mal zwei

Mein Töchterchen ist um einiges in die Höhe geschossen, da muss so langsam mal Nachschub für den Kleiderschrank her. In den letzten Wochen hab ich begonnen, nach und nach ein bisschen daran zu arbeiten.
Am liebsten trägt die junge Dame Kleider, also hab ich wieder mal zum Jerseykleid LISA gegriffen, das kann ich nämlich schon so gut wie im Schlaf nähen ;-)
Damit's nicht langweilig wird, hab ich den Schnitt aber ein bisschen variiert.

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Stoff: grauer Tiger-Jersey von PaaPii Design, übers Stoffbüro

Für das graue Tigerkleid hab ich den Schnitt auf Höhe der Taschenansatznähte (also etwa auf Hüfthöhe) geteilt und den unteren Abschnitt mit Mehrweite zugeschnitten und dann eingekräuselt. (Ähnlich wie, jeweils auf anderer Höhe, hier, hier oder hier - dort findet ihr auch genauere Erklärungen.)
Die kurzen Ärmeln und der Halsausschnitt sind mit Jerseystreifen eingefasst.

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Bunter (das Grau, das mir persönlich sehr gefällt, hat das Kindchen nur wegen der Tiger gut geheißen) ist das zweite Kleid aus Blümchenstoff.
Hier hab ich den Schnitt ohne Änderungen genäht, aber lange UND kurze Ärmel verwendet und - eine Anleitung gibt es hier - Ärmel im Lagenlook genäht. (Das ist übrigens sehr praktisch, um Stoffreste zu verwerten...)

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Stoffe:  "Snöboll Blömma" und "Uni-Jersey Petrol" von Lillestoff

Jetzt wird noch an einem Geburtstagsoutfit genäht (das wurde ausdrücklich gewünscht!), aber das ist natürlich noch streng geheim!

Montag, 23. Februar 2015

Japan-Sew-Along: Schwalbenschwarm

Meine Vogelbluse, mit der ich beim heutigen Japan-Sew-Along-Treffen vorbeischaue, mag ich sehr gerne.

Eigentlich. Aber: Es gibt da zwei klitzekleine "Abers". (Ja, ich bin Perfektionistin.)

Der Reihe nach:

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Genäht habe ich die Bluse nach dem Schnitt "V" aus "Kleider und Tops zum Kombinieren".
Eigentlich handelt es sich bei dem Schnitt um ein Kleid, aber ein solches auf Blusenlänge zu kürzen, ist ja nicht schwer. Außerdem habe ich - Ihr ahnt es vielleicht bereits, gehört das bei mir und den Schnitten von Yoshiko Tsukiori ja zum Standardprozedere - etwas an Weite herausgenommen.
Das Nähen der Bluse fand ich nicht schwer - sogar die Knopfleiste hab ich ohne Zwischenfälle gemeistert, und Knopfleisten finde ich immer schwierig. Die detaillierten Anleitungs-Zeichnungen im Buch haben sich wieder mal sehr bewährt.
Den Blusensaum habe ich leicht abgerundet und seitliche Schlitze eingearbeitet, das find ich ganz hübsch.

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Stoff: Bio-Voile "Flight" von Birch fabrics, ich hatte ihn beim Stoffsalon entdeckt, es gibt ihn jetzt scheinbar nur noch in der Farbe "Paprika"

Der wirklich traumhafte Stoff - ein Bio-Baumwollvoile und wirklich ganz leicht und fein - ist absolut nach meinem Geschmack, die aufgedruckten Schwalben (möglicherweise (wahrscheinlich) sind es auch andere Vögel - egal) gefallen mir sehr. Nur leider leider leider - das ist eben der Nachteil an Internetkäufen - bin ich von der Farbe etwas enttäuscht. Bezeichnet war die Farbe nämlich als "grau", aber ich finde, es handelt sich eher um etwas wie "taupe" oder "beige", und das sind Farben, die ich eigentlich nicht so mag und die mir wohl auch nicht so gut stehen. Der Vögel wegen habe ich dem Stoff trotzdem eine Chance gegeben; jetzt überlege ich noch, mit welchen anderen Farben ich das Taupe/Beige gut kombinieren könnte, damit ich mich darin noch wohler fühle; ich tendiere ja zu einem eher dunklen Dunkelblau, das würde sich als Strickjacke zu der Bluse vielleicht ganz gut machen.
A propos Strickjacke: Viele der japanischen Oberteile gelingen ja am besten, wenn sie aus leichten, dünnen Stoffen genäht werden. Diese Stoffe sind nun aber nicht gerade wärmend und im Winter friere ich in so einem zarten Blüschen viel zu sehr. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, ist natürlich, etwas darunter zu ziehen; nicht immer gefällt mir das aber, und ich würde lieber etwas darüber ziehen. Viele Modelle aus den japanischen Nähbüchern sind aber recht weit geschnitten, und da passen meine normalen Strickjacken nicht oder nur mit argem Gequetsche drüber. 
Ich denke also über das Nähen einer Jacke oder eines "Überwurfs" oder so nach. Hat jemand Tipps zu Schnittmustern und vor allem passenden Stoffen? (Strickstoffe? - aber bitte nicht aus 100% Polyester..., dickere Jerseys? Leinenjersey?)
 
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Was mich, abgesehen von der Farbe, noch an der Bluse stört, ist, dass sie an den Schultern nicht optimal sitzt. Ich finde, die Schulterbreite bzw. die Oberbrustweite ist zu groß. Ich überlege, ob ich nicht die Ärmel noch einmal heraustrennen und den Armausschnitt 1 oder 1,5 cm tiefer ausschneiden soll, sodass die Ärmel einfach ein Stückchen weiter zur Körpermitte hin rücken. (Habe ich das jetzt verständlich ausgedrückt?) Was meint Ihr? Oder verschlimmbessere ich damit das Ganze nur?

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Ansonsten bin ich aber sehr verliebt in mein Blüschen - und in die japanischen Schnitte überhaupt, es macht mir gerade sehr viel Spaß, in meinen Nähbüchern zu stöbern (und mir zum Geburtstag neue zu wünschen ;-)...) und unrealistisch viele Nähpläne zu machen (Träumen kann man ja immer)... 
Umso mehr freue ich mich, heute wieder an den Fortschritten und Ergebnissen, den Erfahrungen und Überlegungen der anderen Sew-Along-Näherinnen teilzunehmen.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Hier kommt KURT - (Free-Book Probenähen und gewinnen!)

Meine neue Tasche (meine, jawohl, auch wenn die Tochter sie ausborgt, um ihre Klaviernoten zu tragen - deshalb ab damit zu RUMS) sieht mit dem hübschen Blümchenstoff (ein Rest von hier) doch so richtig nach Frühling aus, oder?

einkaufstascheKURT

Was man hier nicht sieht, ist das Innenleben der Tasche, das mit einigen Details aufwarten kann. Es ist schon eine Weile her, da hab ich aber eine sehr ähnliche Tasche genäht, (die (auf mich) sehr sommerlich wirkt - vielleicht sollte ich also eine Tasche für jede Jahreszeit nähen...) im dortigen Post gibt es genauere Fotos und Beschreibungen.
Jedenfalls hatte ich Euch damals auch Anleitung und Schnitt für die Tasche versprochen...
Tja, es hat gedauert, aber jetzt ist es soweit:
TitelKURTklein

Das Free-Book für die (Einkaufs-)Tasche ist fertig, Ihr könnt es hier herunterladen.

Aaaaber: Das E-Book ist noch nicht probegenäht; das möchte ich diesmal ein bisschen anders machen.
Ich hoffe, dass es keine Verständnisschwierigkeiten gibt und Passformprobleme sollten bei einer Tasche auch nicht so ins Gewicht fallen. Dennoch ist die jetzige Version erst mal eine vorläufige, die sich, solltet Ihr Anregungen, Wünsche oder Probleme äußern, noch ändern kann.
Unter allen, die die jetzige Version testen möchten und bis 31.3.2015 eine Tasche nähen, verlose ich sehr gerne 

ein individuell zusammengestelltes Überraschungspaket 
zum Thema Nähen!

So könnt Ihr am Gewinnspiel teilnehmen:
  • Wer eine Tasche näht und darüber bloggt (auf facebook schreibt etc...), schickt mir einfach einen Link zum entsprechenden Beitrag (per E-Mail oder als Kommentar unter diesem Post).
  • Natürlich kann auch jede/r an der Verlosung teilnehmen, die/der nicht bloggt. Bitte schickt mir in dem Fall einfach ein Foto von Euren Taschen an fabelwald@gmx.at oder herzekleid@gmx.at.
  • Feedback zur Anleitung und zum Free-Book allgemein bitte auch per E-Mail an mich senden, ich sammle dann alle Anmerkungen und mache zum Schluss gegebenenfalls die nötigen Änderungen.
  • Ich möchte Eure Designbeispiele auch auf Pinterest sammeln, wer an der Verlosung teilnimmt, erklärt sich auch damit einverstanden, dass ich ihr/sein Bild pinne.
  • Ihr könnt mit beliebig vielen Taschen an der Verlosung teilnehmen, jede Tasche zählt als ein Los.
  • Gerne könnt Ihr, wenn Ihr mögt, auch das Banner aus der Sidebar mitnehmen und hierher verlinken. 

Ich bin gespannt auf Eure Taschen und freu mich sehr, wenn die eine oder andere Lust bekommen hat, mitzunähen!

Viel Spaß beim Nähen!

Montag, 16. Februar 2015

Japan-Sew-Along: Blumenfreude

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Schon wieder Zeit für ein Treffen beim Japan-Sew-Along! Ich bin schon gespannt, was die anderen heute zeigen!

Bei mir gibt's heute eine Tunika zu sehen. Dafür hab ich zum ersten Mal eine Stoffart namens "Double Gauze" vernäht.
Double Gauze wird in vielen japanischen Nähbüchern immer wieder genannt, und auch sonst ist mir der Begriff schon ein paar Mal begegnet. Mir war auch bewusst, dass es sich dabei um einen zweilagigen Stoff handelt, dessen Lagen punktuell miteinander verbunden sind. Wie sich das Ganze tatsächlich anfühlt, konnte ich mir aber nicht vorstellen.
Von dem wunderschönen Design "Joy Flower" (von Nani Iro) war ich aber so hingerissen, dass ich eine Bestellung wagen musste. Nach einigem Hin und Her, was man denn daraus am besten nähen könnte und welche Art Schnitt sich am ehesten eignen könnte (Danke für die Ratschläge, Catrin!), hab ich mich dann entschlossen, daraus eine kurzärmelige Tunika zu nähen:

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Der Schnitt - oder das, was davon übrig geblieben ist ;-) - stammt aus dem Buch "Kleider, Tops und Hosen", es handelt sich um das Modell V.
Dabei habe ich
  • das Kleid auf Tunikalänge gekürzt
  • die Kräuselungen rausgenommen, indem ich den Schnitt in der Weite reduziert habe. Dafür hab ich das Schnittmuster mit meinem Grundschnitt (nach meinen Maßen) verglichen und entsprechend geändert. Meine Beratschlagungen mit Catrin hatten nämlich u.a. ergeben, dass Double Gauze kombiniert mit vielen Kräuselungen nicht so vorteilhaft bzw. figurschmeichelnd aussehen könnte. Natürlich hätte ich auch gleich einen anderen Schnitt verwenden können, aber mir haben der Schlitz am Ausschnitt und die Taschen so gut gefallen, und außerdem wär's ja sonst nicht kompliziert genug gewesen...
Eigentlich gefällt mir die Tunika ganz gut, aber so hundertprozentig zufrieden bin ich nicht. (Trotzdem hab ich sie schon recht oft getragen ;-)...)
Dabei kann ich gar nicht sagen, was mich stört. Die Länge und die leichte A-Form gefallen mir sehr gut, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Ärmeln (die sind am Ärmelsaum dann doch leicht eingekräuselt) an mir so vorteilhaft aussehen, ich finde sie irgendwie zu "wuchtig". Sollte ich sie noch kürzen?
Außerdem hab ich das Gefühl, dass Farbe (ein doch - jedenfalls für meine Verhältnisse - recht leuchtendes Petrol) und Muster für mich irgendwie zu viel sind. In sich ist das Muster wunderbar zart und fein, aber die Blumenkränze sind doch recht groß und eigentlich ist das ja dann, auf die Entfernung gesehen, ein großgemusterter Stoff - und ich bin eindeutig der Typ für Kleingemustertes.
Allerdings kommt ja bald der Frühling und da mag ein blumiger Farbklecks nicht schaden - außerdem lässt sich die Tunika durch eine darüber getragene, einfarbige Strickjacke (da hab ich jetzt leider kein Foto) ganz gut "abmildern". (Mein Mann meint übrigens: "Endlich mal was Farbenfrohes!")

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Vielleicht interessant für Euch sind meine Erfahrungen mit Double Gauze:

- Der Stoff ist sehr weich und leicht, trotzdem ist er nicht fließend wie Seide, auch nicht flatterig-leicht wie zum Beispiel Voile.
- Eher ist der Stoff anschmiegsam - das heißt, er ist sehr gemütlich beim Tragen, hüllt den Körper schön ein; er "klebt" nicht direkt, Röcke oder Kleider aus Double Gauze müsste man aber unbedingt füttern!
- Double Gauze eignet sich sehr gut für Blusen, Hemden und Tuniken, die ohne allzu viele Kräuselungen auskommen. Auch zu Schals oder Loops lässt sich Double Gauze bestimmt wunderbar verarbeiten.
- Der Stoff franst sehr schnell aus - es empfiehlt sich, mit ausreichend breiten Nahtzugaben zuzuschneiden und die Nähte ordentlich zu versäubern.


Beim letzten Mal hatte ich von meinen Plänen berichtet, das "Kleid mit 3/4-Ärmeln und tiefer Taille" zu nähen. Tatsächlich hab ich mir Zeit freigeschaufelt und schon damit angefangen - bin jetzt aber auf halber Strecke gar nicht mehr soo überzeugt.

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Hier Fotos vom unfertigen Kleid: Der Saum ist nur so irgendwie gesteckt und auch die Knopfleiste in der Seite noch nicht genäht.
Besonders in der Seiten-und Rückenansicht zeigt sich deutlich, dass da doch sehr viel Stoff ist, der irgendwie merkwürdig gebauscht an mir herunterhängt...

Zugeschnitten habe ich in Größe 7 und dabei gleich ca. 3 cm Weite (an Vorderer bzw. Hinterer Mitte und an der Ärmelmitte) am Oberteil weggenommen; nach der ersten Anprobe habe ich auch noch seitlich jeweils 2cm weggenommen. Das Kleid ist also sehr weit geschnitten - das ist Absicht, ich weiß, aber ich hätte einfach doppelt reingepasst und dafür ist mein Stoff - ein Probestoff, der aber durchaus auch "in echt" tragbar wäre, wenn das Kleid gelingen würde - nicht fließend genug und die Stoffmengen bauschen sich dann sehr unvorteilhaft auf Bauchhöhe bzw. am Rücken ...
Wie auch immer: Das Taillenband hatte ich zuerst auch in Größe 7 zugeschnitten und angenäht - und dann wieder abgetrennt, weil es doch sehr genau passt, sprich: Es liegt auf der Hüfte auf. Wenn ich mir das Foto im Buch so ansehe, sollte das Taillenband aber lockerer sitzen, ich habe es also in der nächsten Größe zugeschnitten - jetzt liegt es nicht mehr auf den Hüften auf, aber irgendwie hängt das ganze Kleid dadurch recht unmotiviert an mir herunter...
Außerdem ist mein Stoff, wenn auch eben nicht leicht und fließend genug, doch sehr dünn, sodass ich das Unterteil unbedingt füttern würde. Das wäre sicherlich möglich, aber ich frage mich momentan wirklich, ob ich mir die Mühe antun soll.. Eigentlich und irgendwie gefällt mir das Kleid ja schon, auf den Fotos sogar besser als im Spiegelbild, aber andererseits hatte ich es mir irgendwie besser vorgestellt. Ich weiß nicht, ob ich mich so richtig wohl darin fühle.

Bestimmt würde der Schnitt mit einem anderen, noch fließenderen Stoff besser gelingen, und ich könnte auch versuchen, die Weite am hinteren Oberteil noch zu reduzieren. Oder ich mache einfach zwei Stücke daraus - eine Bluse und einen Rock?
Ich lasse es jetzt wohl einfach mal eine Zeit lang unfertig liegen, vielleicht habe ich ja noch DIE Idee - oder eine von Euch: Ratschläge und Tipps sind sehr willkommen! :-)

Freitag, 13. Februar 2015

Probegenäht: Die neuen Nosh-Stoffe

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Als bei mir vor einiger Zeit ein Päckchen aus Finnland eingetroffen ist - Absender: NOSH Organics - war beim Anblick der Stoffe aus der neuen Kollektion sofort klar, dass ich daraus etwas für den Sommer nähen würde. Mit dem leuchtenden Türkis und dem kühlen Grauton der beiden Stoffe könnte man zwar ebenso gut Frost und Eis und Kälte assoziieren, aber vielleicht liegt's einfach daran, dass ich den Winter satt habe ;-)...)

Meine Tochter hat sich aus den Stoffen sofort ein Kleid gewünscht, die Idee, einen Rockteil aus dem Streifenstoff anzusetzen, kommt auch von ihr. Dafür hab ich den Schnitt von meinem "Jerseykleid LISA" geteilt, und zwar habe ich (bei Größe 128) 28 cm von unten nach oben gemessen und den Schnitt auf dieser Höhe zerschnitten.
Beim Zuschneiden hab ich den unteren Teil auf den Streifenstoff nicht direkt am Stoffbruch, sondern parallel dazu, in ca. 9 cm Entfernung, aufgelegt. Dadurch entsteht eine Mehrweite, die ich auf die ursprüngliche Länge eingekräuselt habe; dann hab ich den unteren Teil und den oberen Teil zusammengesetzt und das Kleid dann wie gewöhnlich fertig genäht.
Das Ergebnis gefällt mir sehr - Ihr wisst ja, dass ich es sehr mag, Basic-Schnitte abzuwandeln - und ich denke, das ist eine schöne Möglichkeit, um auch kleinere Stoffstücke bzw. Reste zu verwenden.

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           BMX, Peacock Blue
           1*1 Ribbing, Gray

Für meinen Sohn hab ich ein Kurzarm-T-Shirt aus dem BMX-Stoff genäht mit einer Schulterpasse aus dem Streifenstoff, abgerundet durch die grauen Bündchen.
Außerdem gibt's eine bequeme Streifenhose mit aufgesetzten Taschen und Bündchen am Bauch und an den Beinabschlüssen. Die Hosenbeine sollten 3/4-Länge haben, tatsächlich ist es wohl mehr 7/8-Länge geworden, aber bis zum Sommer wird mein Kleiner sicher noch wachsen...

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Partnerlook ist ja so eine Sache. Eigentlich bin ich kein allzu großer Fan davon, aber für meine Kinder finde ich es ganz nett - vor allem finden es Bruder und Schwester lustig, und das ist wohl die Hauptsache! Ich gebe aber zu, dass ich - sofern ich da ein Mitspracherecht erhalte ;-) - die beiden nicht ermutige, die Sachen zwingend immer am selben Tag anzuziehen; auch Hose und T-Shirt für meinen Sohn würde/werde ich ihm, außer jetzt fürs Foto, nicht unbedingt in Kombination, sondern eher jeweils einzeln anziehen.
So für sich überzeugt mich aber jedes der Stücke, und vor allem freue ich mich über die gewohnt tolle (Bio-)Qualität der Nosh-Stoffe
Hier gibt es für alle Interessenten eine Liste der internationalen Händler: NOSH International Retailers 

Was würdet Ihr aus den Stoffen nähen?
Und näht Ihr jetzt schon für den Sommer (den Frühling?)

Montag, 9. Februar 2015

Japan-Sew-Along: Ich mach auch noch mit! :-)

Auch wenn ich erst verspätet einsteige, freue ich mich sehr über den neuen Japan-Sew-Along! Die Treffen finden wieder montags auf dem Tanoshii-Blog statt, heute versammeln sich alle, die mitnähen wollen, hier.
Seit dem letzten Sew-Along hab ich richtig Feuer gefangen! Die Kleidungsstücke, die dabei  entstanden sind, trage ich eigentlich alle gerne, wenn auch eher im Sommer. Seither sind auch noch ein Wickelrock (weiter unten im verlinkten Beitrag) und eine Tunika entstanden, letztere erweist sich als schön wintertauglich und wird momentan fast ständig getragen...

Außerdem hab ich während der letzten Monate noch drei Kleidungsstücke genäht, die ich Euch im Rahmen der nächsten Treffen zeigen möchte - das entspricht natürlich nicht ganz den Regeln, weil ich ja schon fertig bin, aber ich denke, das wird genehmigt :-), zumal ich gleich berichten kann, wie und ob sich die Stücke bewähren.

Sollte ich die Zeit dazu finden, würde ich auch während des Sew-Alongs gerne noch ein Kleid nähen, nämlich das "Kleid mit tiefer Taille" aus dem Buch "Kleider und Tops zum Kombinieren" von Yoshiko Tsukiori. Dieses Kleid schmachte ich schon seit langem an, bei Catrin hab ich es - hier - als "Robe taille basse" kennen gelernt, bei Frau Gold hat es mich - hier - erneut überzeugt. 
Ich gebe zu, dass ich ein Kleid momentan nicht unbedingt ganz ganz dringend brauche, aber ein bisschen Luxus muss ja auch mal sein ;-). Außerdem habe ich kurz vor dem Sew-Along-Finale Geburtstag und da könnte ich mir ja selbst ein Geschenk machen.... Den idealen Stoff für so ein Kleid hab ich zwar noch nicht gefunden, aber hier liegt noch ein recht dünner, dunkelgrüner Baumwollstoff herum, der zumindest für ein Probekleid sicher geeignet wäre... Mal sehen, ob ich dazu komme!

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Heute zeige ich Euch sehr gerne eine Rock, nämlich Modell 5a ("Einfacher Sattelrock") aus "Nähen im japanischen Stil".
Der Rock ist ganz klassisch geschnitten, solche ähnlichen Schnitte gibt es sicher häufig zu finden; auch ich selber habe ähnliche Röcke schon vorher genäht, muss aber sagen, dass mir noch keiner so gut gepasst hat wie dieser! Der breite bzw. hohe Rockbund gefällt mir nicht nur sehr gut, er sitzt auch ganz toll. (Ok, ich sehe gerade, auf den Fotos kann man den Bund nicht gut sehen, obwohl ich extra meine Oberteile etwas hochgeschoben habe, aber glaubt mir, der Bund ist 10 cm hoch.) Ich musste NICHTS ändern, der Bund sitzt (bei mir) einfach wie angegossen - und bleibt dort, wo er soll, auch bei Bewegung, auch beim Hinsetzen, da schiebt sich nichts hoch, da verdreht und verrutscht nichts!

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Schnitt Rock: Modell 5a aus "Nähen im japanischen Stil"
Stoffe: grauer Wollstoff, Futterstoff und dunkelblaue Paspel aus meinem Fundus
T-Shirt: dieses hier

Nun ja, ganz ohne Änderungen hab ich den Schnitt dann doch nicht genäht ;-), aber die Passform - dafür ist ja der Bund entscheidend - beruht auf dem Originalschnitt. Was ich geändert habe:
  • Ich habe den Rock gekürzt - mir steht und gefällt es einfach besser, wenn der Rocksaum kurz über dem Knie endet.
  • Taschen brauche ich unbedingt, ich habe also am Vorderteil schmale Eingriffstaschen dazu gebastelt. Die Taschen, so wie die Ansatznaht des Bunds, hab ich mit Paspelband betont.
  • Ich habe ein Futter eingearbeitet, damit der Rock auch winter- bzw. strumpfhosentauglich wird. Dafür hab ich die Rockteile einfach noch einmal aus Futterstoff zugeschnitten. Genäht hab ich den Rock übrigens aus einem recht warmen, wolligen Stoff, ähnlich wie ein dünner Wollwalk (über die genaue Zusammensetzung kann ich leider nichts sagen), was ihn schön winterlich macht.
  • Aus irgendeinem Grund - wahrscheinlich hab ich beim Schnittabpausen oder Zuschneiden einen Fehler gemacht - hat der Rockteil nicht ganz an den Bund gepasst, er war zu weit. Ich habe mich dann dazu entschieden, vorne je zwei kleine, abgesteppte Falten zu nähen. Auf der Rückseite hab ich zwei Abnäher angebracht. Das war zwar nicht geplant, gefällt mir jetzt aber ganz gut.  

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 Bügeln wäre auch eine Option...

Den Rock mag ich jedenfalls sehr gerne, wie gesagt, der Bund passt mir genau und wird wohl ab jetzt der Basis-Bund für alle meine Röcke werden. Im Buch selbst werden noch Variationen des Schnitts vorgestellt - ein Rock mit Kellerfalten und ein (Fake-)Wickelrock mit vielen kleinen Falten (eben der, den ich auch schon genäht habe.) Bestimmt könnte man die Mehrweite, anstatt sie in Falten zu legen, auch einkräuseln; auf jeden Fall glaube ich, hier ein gutes Grundschnittmuster gefunden zu haben, das sich auch für Abwandlungen und Variationen gut anbietet.

Jetzt bin ich gespannt, was die anderen heute zu berichten haben - hier geht's lang!

Donnerstag, 5. Februar 2015

T-SHIRT-BAUSTEINE: Ausschnitt mit gekräuseltem Einsatz

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Die Idee für ein T-Shirt mit einem Einsatz im Ausschnitt trage ich schon länger mit mir herum - jetzt hab ich's endlich mal ausprobiert. (Und verlinke mich damit bei RUMS.)
Durch den Einsatz entsteht ein bisschen der Eindruck eines Lagenlooks, was man sicher verstärken könnte, indem man zwei verschiedene Stoffe verwendet. Ich bin lieber bei derselben Farbe bzw. demselben Stoff (Uni-Jersey rauchblau von Lillestoff) geblieben; wenn der Ausschnitt tief genug ist (sich also nicht unbedingt so stark dehnen muss für's Anziehen), könnte ich mir aber auch vorstellen, den Einsatz aus leichter Webware zu machen...

Wenn Ihr das auch ausprobieren wollt:
 

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1.) Zeichne am Papierschnitt für das T-Shirt-Vorderteil einen zweiten, tieferen Ausschnitt in der gewünschten Größe ein und schneide den Papierschnitt in zwei Teile.

2.) Den Einsatz schneidest Du mit Mehrweite zu, das heißt Du legst das Schnittteil nicht direkt am Stoffbruch an, sondern  in der gewünschten Entfernung (bei mir waren das ca. 3-4 cm) parallel dazu. Wenn Du einen Einsatz ohne Kräuselung willst, schneide ihn ganz normal zu, eventuell auch aus einem anderen Stoff.
Den unteren Teil des T-Shirt-Vorderteils schneidest Du ganz normal im Stoffbruch zu.

3.) Jetzt musst Du den Einsatz kräuseln - dafür steppe ich entlang der oberen und unteren Kante mit großer Stichlänge, die Fadenende bleiben lose.
Der Stoff kräuselt sich, wenn Du an den losen Fadenenden ziehst.
Verteile die Kräuselung gleichmäßig und bringe den Einsatz auf die richtige Größe, so dass er in den T-Shirt-Ausschnitt passt.

4.) Nähe an die Oberkante des Einsatzes ein Bündchen oder fasse sie, wie hier in meinem Fall, mit einem Jerseystreifen ein.

5.) Schließe die Schulternähte des T-Shirts und fasse den Ausschnitt mit einem Jerseystreifen ein oder nähe ein Bündchen an. Jetzt musst Du den Einsatz von hinten in den Ausschnitt stecken - hilfreich ist es, die Vordere Mitte zu markieren; es schadet auch nicht, mal nachzumessen, ob der Einsatz auf beiden Seiten gleich hoch ist...
Dann musst Du den Einsatz annähen, da ist es zugegebenermaßen nicht ganz so leicht, ein sauberes Ergebnis zu erzielen, zur "Not" könnte man das mit der Hand machen, damit es ordentlich wird bzw., damit man von vorne keine Naht sieht.
Ich habe den Halsausschnitt mit einem Jerseystreifen eingefasst (so, wie man auch mit Schrägband einfasst) und den Einsatz und den Versäuberungsstreifen im letzten Schritt gleichzeitig angenäht. Einmal musste ich wieder auftrennen ;-), aber beim zweiten Mal hat's geklappt ...

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Hiermit geht die Reihe T-SHIRT-BAUSTEINE zu Ende. Mein herzliches Dankeschön geht an alle Gastbloggerinnen, die so nett waren, einen Beitrag zu schreiben und Ihre Ideen mit uns zu teilen! Ich freue mich darüber, dass wir sehr verschiedene T-Shirt-Ideen und so vielfältige Anregungen sammeln konnten!
Schön, wenn es gelungen ist, Euch anzuspornen, auch einmal ein bisschen mit vorhandenen Schnitten zu spielen und herumzuexperimentieren - vielleicht klappt nicht immer alles beim ersten Anlauf perfekt, aber so entstehen die wirklich individuellen Einzelstücke...