Montag, 30. Juni 2014

Sommermodus

malen
blumen
kochen kirschenohren pusteblumen blumenkranz

Noch eine Woche, dann beginnen die Ferien (für mein großes Kind die letzten vor dem Schulbeginn). Wir werden hoffentlich noch mehr zusammen sein, alle vier, noch mehr draußen sein, viel unterwegs und auch ein bisschen - wenn auch nicht in die Ferne - verreisen. Vieles, das liegengeblieben ist, soll endlich mal fertig gemacht werden, ein paar Entscheidungen gefällt, Pläne geschmiedet werden. Vieles möchte ausprobiert werden, und da schwirren auch noch ein paar neue Schnitt-Ideen in meinem Kopf herum. Das versprochene Free-Book hab ich auch nicht vergessen.
Und vor allem, so ich es denn schaffe ;-), soll es eines werden: Ein bisschen langsamer. Deshalb wird es in den nächsten Wochen hier, wenn auch wohl nicht ganz still, doch zumindest leiser werden.

Euch allen wünsche ich einen wunderschönen Sommer!

Donnerstag, 26. Juni 2014

Japan-Sew-Along: Finale und Fazit

Im Rahmen des Japan-Sew-Alongs auf dem Tanoshii-Blog (initiiert von Catrin - vielen Dank!) (und schon davor - hier und hier) hab ich in den letzten Wochen einige Kleidungsstücke nach japanischen Schnitten genäht und konnte somit meine Sommergarderobe wunderbar aufstocken.

Noch nicht gezeigt hab ich meine Blümchenbluse, die darf heute auch bei RUMS vorbeischauen.
Die Bluse ist ganz sommerlich leicht und luftig geworden, und ich mag sie sehr. Genauere Informationen zum Schnitt bzw. zu meinen Änderungen und eine Detailfoto findet ihr hier.

bluemchenbluse1
Schnitt: Modell M aus "Kleider und Tops zum Kombinieren" 
 
Ich mag, dass die Bluse eher locker sitzt, aber doch nicht zu sehr. Auf jeden Fall ist sie bequem und sehr angenehm zu tragen - bestimmt auch, wenn es richtig heiß ist (das konnte ich wetterbedingt noch nicht testen).

bluemchenbluse2

Der Blümchenstoff in Kombination mit der von mir schlussendlich recht exzessiv eingesetzten Spitze wirkt, finde ich, irgendwie nostalgisch (der Herzliebste hat irgendwas von wegen "Oma" gemurmelt...), die ganze Bluse recht zart - das mag ich (nicht immer, aber in einer bestimmten Stimmung). Ich hoffe jedenfalls, dass ich die Gefahr, ein Nachthemdchen zu produzieren, erfolgreich gebannt habe.


Die anderen Kleidungsstücke, die ich während des Sew-alongs genäht habe, hab ich in den letzten Wochen schon öfter getragen, und eigentlich haben sie sich alle bewährt.

modellC4





Das blaue Leinenkleid ist ein echter Liebling. Ich trage es eigentlich immer mit Gürtel in der Taille; das ist vielleicht nicht die beste Lösung, aber ich fühle mich trotzdem wohl. Ich kann mir gut vorstellen, das Kleid irgendwann mal aus einem leichteren, besser fallenden Stoff zu nähen, damit ich es wie im Original auch ohne Gürtel anziehen mag.









wickeltunika




Die Passform der Wickeltunika ist nicht ganz optimal, ich habe sie aber trotzdem schon ein paar mal ausgeführt. Den Stoff und die Farbe mag ich sehr. Ich kann mir gut vorstellen, die Tunika, wenn es kühler ist, unter einer Strickjacke zu tragen, oder sie nach dem Sommer mit anderen eher herbstlich-winterlichen Kleidungsstücken zu kombinieren, zwischen denen die grün-weißen Blümchen dann hervorblitzen.









bluse
Die dunkelblaue Bluse - da reiche ich heute ein Tragefoto nach - war eher als Probeteil gedacht, um diese Art Schnitt einmal an mir auszuprobieren.
Die Bluse hat es aber in den Kleiderschrank geschafft, sie ist schön leicht und luftig. Mein Mann nennt sie "Allerweltsteil", tatsächlich ist sie nicht besonders "spektakulär", aber ich sage dazu "gut zu kombinierendes Basic-Stück" :-)


Für mich steht fest, dass ich mich weiterhin mit japanischen Schnitten (verschiedener Designerinnen) beschäftigen werde. Es stehen noch viele Schnitte auf meiner Wunschliste, da war der Sew-Along wirklich inspirierend, aber das scheint den anderen Teilnehmerinnen ähnlich zu gehen. Bestimmt bin ich auch nicht die einzige, die die Schlichtheit der Modelle lobt, oder der die schönen Details gut gefallen. 
Unter den japanischen Schnitten gibt es sicherlich einige "extravagante", die ich, ich muss es zugeben, für mich nicht unbedingt als Erstes auswählen würde. Ich finde aber, es lassen sich viele alltagstaugliche Modelle finden, die trotzdem ein bisschen "besonders" sind und sich wunderbar individuell anpassen lassen. Vielleicht klingt es lächerlich, aber ich fühle mich zum Beispiel in einem sauber verarbeitetem Webstoff-Oberteil mit kleinen, aber feinen Details einerseits irgendwie "erwachsener", andererseits auch ein bisschen "besser angezogen" als in einem T-Shirt, das eben jede/r trägt. (Ich habe aber absolut nichts gegen T-Shirts, trage sie gerne und werde sicher noch oft welche nähen!)
Was mir an den japanischen Schnittmusterbüchern (ok, ich kenne jetzt vier, das ist vielleicht nicht besonders repräsentativ...) auch sehr gut gefällt, ist die Art, wie die Nähanleitungen gestaltet sind. Da gibt es wenig Text, aber sehr aussagekräftige Illustrationen. Außerdem konnte ich, was Verarbeitungstechniken angeht, schon Einiges dazulernen, ich finde es toll, dass meist auch auf der Innenseite alles "schön" und sauber anzusehen ist.

Bei vielen japanischen Schnitten bleibt aber für mich das "Problem" der Weite. Daran bin ich einfach nicht gewohnt; wobei es mich eigentlich gar nicht so stört, wenn ein Kleidungsstück weit geschnitten ist, ich will nur nicht das Gefühl haben, dass es zu groß ist, das ist schließlich ein Unterschied. 
Auch bei vielen anderen Teilnehmerinnen des Sew-Alongs sind die Stichworte "Sack", "schwanger", "Zelt" usw. immer wieder aufgetaucht; viele schreiben auch, dass sie eine oder zwei Nummern kleiner als gewohnt zugeschnitten haben. Bei den Modellen, die ich für mich genäht habe, habe ich überall (schon von der kleinsten Größe ausgehend) etwas von der Weite weggenommen. Das ist, finde ich, natürlich erlaubt (und ich "muss" sowieso fast jeden Schnitt, egal welcher Herkunft, irgendwie abändern), man kann für den privaten Gebrauch bestehende Schnitte selbstverständlich abändern, auch wenn man so vom Original abweicht. 
Ganz wichtig, die Erfahrung haben wohl alle gemacht, ist auch die Stoffwahl - viele Schnitte funktionieren nur mit sehr gut fallenden, leichten Stoffen.
Immer wieder gefallen sind auch die Stichworte "Abweichen von der europäischen Shilouette" - damit ist wohl genau die für viele (nicht alle!) japanischen Modelle "typische" Weite gemeint, die als Unterschied zur bei "uns" eher gewohnten meist körpernahen/taillierten Kleidung auffällt. Ich finde es spannend, darüber nachzudenken, was diese Art der Schnittführung bewirkt - sieht frau in einem weit geschnittenen "Sack" tatsächlich unförmig, gar "fett" aus? Oder bewirkt die Weite nicht im Gegenteil einen Eindruck von Zerbrechlichkeit und Zartheit? Bietet sie Platz zum Verstecken und Unscheinbarmachen oder ist sie gerade deshalb reizvoll, weil sie nicht alles präsentiert? Und welche Bilder von Weiblichkeit stehen dahinter?
Ihr merkt schon, da gibt es noch Einiges zum Nachdenken, zum Ausprobieren, zum Herumexperimentieren und Mischen mit und von Stilen. Am Ende kommt es schließlich nur darauf an, dass die Frau, die sie trägt, sich in ihren Kleidungsstücken wohl fühlt. In diesem Sinne: Hier gehts zum Finale

Dienstag, 24. Juni 2014

My kids wear: Wale

Schnitte: 
Kleid: LISA
T-Shirt: auch von mir, auf der Grundlage von LISA, gekürzt, an den Seiten begradigt, mit etwas anderen Ärmeln
Hose: von mir
Stoffe: "Inuit-Whale" von Lillestoff; dünner Sweat in hellgrau
          
Vielleicht erinnert sich noch jemand an das Wal-Leiberl, das ich für meinen Sohn genäht habe. Bereits im Winter hatte ich meiner Tochter aus demselben Stoff ein LISA-Kleid genäht. Obwohl die beiden Kleid und T-Shirt immer wieder mal am selben Tag anhatten - das findet v.a. meine Tochter toll -  hab ich es nie geschafft, ein Partner-Look-Foto zu machen. Aber jetzt, mal schnell zwischen den Gewittern!


Die Hose meines Sohns hab ich auch genäht, nach demselben Schnitt wie die Segelboothose. Die (gekaufte) Kappe hat schon die große Schwester getragen; mein Kleiner liebt sie über alles und setzt sie nur in Notfällen ab - letztens musste sie sogar mit ins Bett...

Was andere Kinder so tragen, könnt Ihr bei MyKidWears bewundern, ebenso bei Meitlisache und Made4Boys.

Montag, 23. Juni 2014

Japan-Sew-Along, Teil 7

Heute geht's noch einmal ums Japanische Nähen.
Wie angekündigt, hab ich mich mit dem Modell M aus "Kleider und Tops zum Kombinieren" beschäftigt - und bin sogar, obwohl ich das Nähen zwischenzeitlich recht aufwändig fand, schon fertig geworden. Heute gibt es aber erst einmal nur einen "Teaser" zu sehen, mehr dann beim Finale am Donnerstag.

bluemchenbluseteaser

Am Schnitt hab ich ein paar Änderungen vorgenommen (ich kann eben nicht anders...)
  • Das Kleid hab ich auf Blusenlänge gekürzt, weil ich das bei diesem hellen Stoff passender fand, aus diesem Grund hab ich auch die Ärmel weggelassen (es hätte sonst stark nach Krankenhausnachthemd ausgesehen...). Es ist aber gut möglich, dass ich das Modell aus einem dunkleren Stoff irgendwann mal in Originallänge und mit Ärmeln nähe, gefallen würde es mir ja! :-)
  • Das Oberteil hab ich um ca. 2 cm verlängert, damit es unter und nicht auf der Brust endet.
  • An der hinteren Mitte hab ich ca. 2 cm weggenommen, sonst wäre der Halsausschnitt abgestanden.
  • Auch vorne, obwohl ich etwas Weite weggenommen hatte, ist der Ausschnitt nicht angelegen - der dreieckige Brusteinsatz ist leider sehr unvorteilhaft abgestanden, wie ein Trichter. Ich hab ihn dann noch einmal herausgetrennt (das war nicht so lustig - vielleicht lerne ich es doch noch mal und nähe ein Probeteil...) und hab ihn an den Seiten etwas abgeschnitten. Dadurch ist das Dreieck jetzt viel spitzer und der Ausschnitt sieht natürlich anders aus, aber ich finds auch so nicht schlecht.
  • Am Rücken hab ich - den Tipp hatte Mond, die das Modell ebenfalls genäht hat, gegeben - auch dicht unterhalb der Teilungsnaht einmal mit einem Gummifaden als Unterfaden entlang genäht - bei mir wäre das Rückenteil sonst sehr merkwürdig abgestanden, so liegt es schön an. 
  • Außerdem hab ich das Spitzenband - ja, Ihr hattet Recht, Petrol ist am besten! -  nicht nur am Halsausschnitt verwendet, sondern noch ganz viel davon aufgenäht, das gefällt mir richtig gut (zum Glück hatte ich 5m davon gekauft...).
Wie es den anderen Teilnehmerinnen des Sew-Alongs in der letzten Woche ergangen ist, könnt Ihr hier nachlesen - ich freu mich schon darauf, das heute Abend zu tun.

Freitag, 20. Juni 2014

Kirsch-Schnecken

kirschschnecken

Meine Mama hat mir erzählt, dass sie im Urlaub keine Zimt-, sondern Kirschschnecken gegessen hat. Das wollte ich unbedingt auch einmal ausprobieren und nachbacken.

Dafür hab ich einen "normalen" Germteig gemacht...

100g Mehl + 150g Vollkornmehl mit einer Prise Salz mischen. 1/2 Würfel Germ in 125 ml lauwarmer Milch auflösen, mit einem Teil des Mehls anrühren und ein paar Minuten stehen lassen. 1 versprudeltes Ei und 25g geschmolzene (leicht abgekühlte) Butter dazugeben und alles zu einem Teig verkneten. Diesen ca 40 min gehen lassen.

... und dann den Teig ausgerollt und mit ca. 250g Topfen bestrichen. Über den Topfen hab ich 2-3 EL Zucker verteilt, man könnte auch Honig (Agavendicksaft...) nehmen und vor dem Bestreichen mit dem Topfen verrühren.
Das alles hab ich mit entsteinten Kirschen dicht belegt, vorsichtig eingerollt und in ca. 2 cm dicke Scheiben geschnitten.
Die Schnecken sind aufs Blech gekommen und sind ca. 20 min bei 180° gebacken worden.
Warm haben sie am allerbesten geschmeckt....

Habt noch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 18. Juni 2014

MMM: Sommerblumenkleid

Blumenkleid1
Schnitt: selbst gemacht

Ich weiß eigentlich gar nicht so viel zu sagen zu meinem Blumenkleid. Außer, dass ich es sehr sehr gerne mag. Dass ich den Stoff wunderbar finde. Dass es - wie so oft, wenn ich für mich nähe - ziemlich spontan entstanden ist, mit kurz entschlossen selbst gebasteltem Schnitt. Dass ich es schon ausgeführt habe und mich darin sehr wohl fühle. Und dass es mich bestimmt gut durch den Sommer begleiten wird.

blumenkleid2 

Womit andere Selbernäherinnen sich eine Freude machen, erfährt Ihr beim MeMadeMittwoch.

Montag, 16. Juni 2014

Japan-Sew-Along, Teil 6

Letzte Woche habe ich geschwänzt, und auch heute hab ich leider nicht allzuviel beizutragen zum Japan-Sew-Along.  Aber immerhin: Ich habe einen Plan!

Das "Modell M" aus "Kleider und Tops zum Kombinieren" hat mir ja von Anfang an gut gefallen (auch wegen der Stickereien, die es im Original hat), und nachdem ich bei bimbambuki so ein schönes Beispiel gesehen hatte, war klar, dass ich meine Liste vorerst über den Haufen werfe und es auch mit diesem Kleid probiere.

bluemchenstoff1  

Der passende Stoff ist mir auch schon über den Weg gelaufen; sogar Spitzenband konnte ich vor ein paar Tagen nach ein paar gescheiterten Versuchen doch noch auftreiben. Jetzt bleibt nur die Frage: Welches (Beige, Weiß mit beigen Rand, Petrol) passt am besten?

Außerdem denke ich, dass ich das Kleid auf Blusenlänge kürzen werde, denn aus dem hellen Stoff könnte es sonst leicht zu "nachthemdig" geraten. Eventuell lasse ich auch die Ärmel weg, denn wenn es wirklich heiß ist, trage ich am liebsten ärmellose Sachen - und der Stoff ist so zart und leicht, dass er bestimmt genau das Richtige für Tage jenseits der 30° wäre... Aber das überleg ich mir noch.

Neugierig bin ich, was es bei den anderen Teilnehmerinnen Neues gibt, hier gehts zum heutigen Treffen.

Montag, 9. Juni 2014

"Ein kleiner Matrose"...

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oder ... "Der kleine Prinz": Die Krone muss nämlich momentan immer mit dabei sein! Das Töchterchen hat schon letztes Jahr zwei davon gebastelt für sich und ihren Bruder - aka "Prinzessin Rosengold" und "Prinz Goldglöckchen". (Ist übrigens ganz leicht zu machen, auch für (ältere) Kinder; einfach einen auf einer Längsseite gezackten Streifen aus dickem Filz ausschneiden, etwas länger als der Kopfumfang, an den Enden Klettverschluss aufnähen/-kleben und die Krone noch mit "Edelsteinen" - Filzresten - verzieren.)

segelboothose2
Schnitt Hose: von mir
Stoff: Robert Kaufman "Don't be crabby", Segelschiffe
übers stoffbüro

Eigentlich möchte ich Euch aber die neue Segelboothose meines Kleinen zeigen, die finde ich nämlich ganz entzückend. Entstanden ist sie mehr so auf die Schnelle, während mein Sohn Mittagsschlaf gehalten hat und das Wetter draußen immer schöner geworden ist. :-) Glücklicherweise passt die Hose sehr gut und scheint bequem zu sein. Den Stoff finde ich wunderbar sommerlich und fröhlich, ohne allzu bunt zu sein, und das blau-weiße Ringelshirt passt auch noch perfekt dazu.

Mit diesem königlichen Outfit statten wir MyKidWears und Made4Boys einen Besuch ab.

Sonntag, 8. Juni 2014

Das Louisa-Kleidchen (mit Verlosung)

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*Werbung*:

Bestimmt ist Euch Louisa in den letzten Tagen auf verschiedenen Blogs ein paar Mal über den Weg gelaufen?! Den hübschen Schnitt von Compagnie M gibt es jetzt nämlich auch auf Deutsch. Ich durfte auch ein Beispiel für die Blog-Tour nähen - und bin wahrhaftig sehr angetan von dem Schnitt. Auch meiner Tochter gefällt das Kleid sehr gut, sie mag v.a. die große Tasche. Die finde ich auch sehr hübsch, sowie die Akzente durch Paspeln und Knöpfe.

Den Schnitt kann man in verschiedenen Versionen nähen, u.a. mit einteiligem oder geteiltem Rücken, Einsätzen im Rücken, mit kurzen oder 3/4-Ärmeln, komplett gefüttert oder mit Belegen. Auf Martes Facebookseite findet Ihr die Links zu den anderen Beiträgen der Blogtour, und auch in der FlickrGroup reiht sich ein schönes Modell ans andere...

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Ich habe das Kleid mit kurzen Ärmeln genäht und geteiltem Rücken. Obwohl auch die Kombination von mehreren Stoffen mir reizvoll erscheint, hab ich nur einen Stoff verwendet; der lag schon ein Weilchen in meinem Stoffschrank und hat jetzt seine Bestimmung gefunden - passt er nicht wunderbar zu dem Schnitt? Das kleine graphische Muster gefällt mir sehr, und obwohl es irgendwie an "Oma-Blusen" erinnert, eignet sich doch, wie ich finde, auch gut für Kinderkleidung. Meiner Tochter gefällt es auch, denn: "Im Bullerbü-Buch hat die Inga ein Kleid aus einem ganz ähnlichen Stoff!" Na dann... :-)

Die Anleitung finde ich gut verständlich und das Nähen hat mir großen Spaß gemacht. Allerdings hab ich mir etwas schwer getan, mich auf dem Schnittmusterbogen zurecht zu finden, aber das ist allgemein nicht meine Stärke... Ich finde außerdem, dass das Kleid recht weit geschnitten ist - was es als Kleid aus Webware ja auch sein muss, schließlich soll es doch bequem bleiben! - aber für meine sehr schlanke Tochter habe ich deshalb die Größe für 4 Jahre mit der Länge der Größe für 6 Jahre zugeschnitten - für sie passt das so optimal.

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Wenn Ihr Glück habt, könnt Ihr jetzt auch noch einen Louisa-Schnitt gewinnen:
a Rafflecopter giveaway

Donnerstag, 5. Juni 2014

Retrojacke

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Morgens - und mitunter auch untertags - ist es ja doch noch kühl. (Auch wenn ich da gewisse Sechsjährige kenne, die das nicht wahrhaben wollen...) Und weil dieser Kapuzenpulli leider schon zu klein ist (er wartet jetzt darauf, dass das Brüderchen hineinwächst), hab ich für Ersatz gesorgt. Die Farbgebung ist wieder sehr ähnlich, diesmal sollte es aber eine Jacke sein. Tja, mit dem für die Jacke ja so essentiellen Reißverschluss hab ich mich auch am längsten aufgehalten, ich musste zweimal auftrennen, bis jetzt die Bündchen einander genau gegenüber liegen.... Aber: es hat sich gelohnt, denn die Jacke finde ich jetzt richtig cool - und auch dem Fräulein Tochter gefällt sie. Und groß fällt sie auch aus, sie sollte also bestimmt im Herbst noch passen.

retrojacke2
Schnitt: "Strawberry or Vanilla" Ottobre 3/2014
Stoffe: Uni-Jersey jeansblau, Saida blau, dunkelblaues Rippbündchen aus meinem Fundus

Genäht hab ich sie nach einem Schnitt aus der aktuellen Ottobre, dort hat das Modell aber einen schrägen Reißverschluss. Das hätte ich ganz nett gefunden (Allerdings frage ich mich immer, ob das auch offen getragen praktisch ist oder nur gut aussieht, wenn man die Jacke schließt?), aber meine Tochter wollte unbedingt Taschen und die hätten dann nicht gut Platz gehabt. Also hab ich die Vordere Mitte "gerade gerückt" und die Taschen selbst dazu gebastelt. Außerdem hab ich für das schmale Kindlein Größe 110 mit Länge 122 zugeschnitten.

Jetzt hätte ich bloß selber gerne mal so eine Jacke (oder einen Kapuzenpulli) ...

Montag, 2. Juni 2014

Japan-Sew-Along, Teil 4

Heute geht es weiter beim Japan-Sew-Along, mit folgenden Fragen:

Habt Ihr schon losgelegt?
Wie sind Eure ersten Erfahrungen mit den Schnitten und der Passform?

Ja, ich habe schon richtig losgelegt! Nachdem ich sogar - ein wirkliches kleines Wunder ;-) - letzte Woche mehrere Stunden am Stück ganz alleine und ungestört war, konnte ich zwei Oberteile für mich nähen.
 
wickeltop
Schnitt: Modell 1b " Babydoll-Tunika mit geraden Armabschlüssen" aus "Nähen im Japanischen Stil"
Stoff: "Saida Grün" - ein ganz dünner, leicht transparenter, sehr schöner Stoff :-) - davon gibt es übrigens bei Frau Tulpe unter der Kategorie "Sommerstoffe" ziemlich viele....

Erstmal ist das Wickeltop aus "Nähen im Japanischen Stil" entstanden.
Das Resultat mag ich gerne, auch wenn es nicht wirklich perfekt geworden ist. (Da hätte ich vielleicht doch ein Probemodell nähen sollen...)  Wie ihr sehen könnt, macht das Top vorne so eine komische Falte - aber, ehrlich gesagt, wahnsinnig schlimm find ich das nicht, ich trage es jedenfalls trotzdem.
Außerdem steht der Ausschnitt etwas ab; vielleicht hätte ich das Schrägband beim Einfassen dehnen müssen? Oder kann so ein Wickelausschnitt aus Webstoff sowieso nie so hundertprozentig anliegen? Mit ärmellosem Top unter der Tunika ist das aber alles nicht so tragisch...
Ursprünglich hatte ich mich bei der Tunika auch für die andere Ärmelvariante - kleine Flügelärmel (Modell 1c) - entschieden, die haben aber an mir ziemlich blöd ausgesehen. Also hab ich alles nochmal abgetrennt und die geraden Armabschlüsse (Modell 1b) angenäht - allerdings nicht 7 cm breit, sondern so ca. 3 - 4 cm breit. Auch sonst habe ich etwas Weite weggenommen (an den Schultern und insgesamt) und das Schößchen noch etwas gekürzt. 

wickeltop1

Die Erklärungen zum Nähen sind, finde ich sehr verständlich, und insgesamt finde ich den Schnitt gut gelungen. Was mir bei diesem Buch aber - und ich weiß nicht warum, da ich doch Ottobre & Co gewohnt bin - irgendwie besonders schwer fällt, ist das Abpausen der Schnitte, irgendwie finde ich mich auf den Schnittmusterbögen schwer zurecht und hatte auch prompt ein Schnitteil für die Tunika falsch abgepaust und zugeschnitten...


blaueraglanbluse
 Schnitt: Modell 2b "Geknöpfte Tunika" aus "Nähen im japanischen Stil"
Stoff: Tula Cotton Soft marineblau - übrigens ein wirklich schön fallender, dünner, leichter Stoff zu einem Preis, der eigentlich auch zu Probemodellen einlädt...

Als zweites hab ich das Modell 2b genäht, aus demselben Buch. Es handelt sich um eine schlichte, locker sitzende Raglanbluse, die Mehrweite kann am Ausschnitt und an den Ärmeln entweder mit einem Gummi gerafft werden oder - so wie ich es gemacht habe - eingekräuselt und mit Schrägband eingefasst werden. Mir gefällt auch der kleine Schlitz am Ausschnitt. Die Knöpfe dafür auszusuchen, hat besonders lange gedauert, ich habe aus meinen Vorräten geschöpft und mich schließlich für zarte, fliederfarbene entschieden.
Die Bluse finde ich wirklich sehr weit geschnitten, ich habe (von der kleinsten Größe ausgehend) vorne und hinten jeweils 6 cm am Bruch weggenommen, und sie sitzt immer noch schön luftig und weit und lässt sich problemlos über den Kopf ziehen. Gekürzt hab ich die Bluse auch ein bisschen, das passt einfach besser zu meinen kurzen Hosen, die sollen ja schließlich noch unten herausschauen ;-)
So ganz in dunkelblau ist sie ein bisschen langweilig schon sehr schlicht, aber bestimmt gut zum Kombinieren. Vielleicht kann ich Tragefotos noch nachliefern. 


Wie es jetzt weitergeht, muss ich erst überlegen - ich würde gerne noch ein Kleid nähen, schön sommerlich (am besten ärmellos) und ein bisschen "festlich" (ich möchte es zu einer Hochzeit anziehen). Ich habe den Blümchenstoff - den ich sehr liebe - aus dem ich die Tunika oben genäht habe, auch noch in Blau, das würde mir sehr gefallen für ein Kleid. Allerdings ist der Stoff leicht transparent. Das fällt bei der Wickeltunika nicht so ins Gewicht, aber bei einem Kleid (v.a. beim Rockteil) wahrscheinlich schon. Müsste ich ein Kleid also füttern? (Irgendwie scheinen mir die japanischen Modelle - jedenfalls in meinen Büchern - alle nicht gefüttert). Würde ein Futter aber einem Kleid nicht die "Leichtigkeit" nehmen? Also lieber einen anderen Stoff suchen?

Vielleicht finde ich ja gleich bei den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen Inspiration, hier geht's zur heutigen Linksammlung.

Zwanzig Fakten über mich...

... könnt Ihr heute hier nachlesen. Ich freue mich über die Einladung, zählt Nikes Blog doch zu meinen liebsten - sie hat einfach die allercoolsten Upcycling-Ideen, zeigt immer wieder tolle Rezepte und berichtet sehr charmant über ihr Familienleben und ihren Alltag...
Also, macht es Euch gleich gemütlich da drüben!

Sonntag, 1. Juni 2014

Urlaubslust-Tasche - auch für Euch?

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Obwohl uns unsere Urlaubspläne heuer nicht ans Meer und an einen Campingplatz führen werden, hat der hübsche Stoff mit den Wohnwägen ("Camping" von Moda, im Stoffbüro erhältlich, ebenso wie alle Kombistoffe (hier und hier)) sofort Sommerlaune bei mir verursacht.
Und weil ich weiß, dass es in der Verwandtschaft ganz große Campingfans gibt, hatte ich schnell beschlossen, dass ich aus dem Stoff ein Geschenk nähen wollte.
Geworden ist's dann eine Einkaufstasche. Die kann schließlich jeder immer gebrauchen, oder?
Ein ganz so simpler Beutel sollte es aber nicht sein, es ist ja auch praktisch, wenn man mal einen Schlüssel einstecken kann - und den dann auch wiederfindet - oder die Tasche verschließen kann. Und so ist dieses und jenes zusammen gekommen, und zum Schluss kann die Camping-Tasche doch mit einigen, wie ich finde, recht hübschen Details aufwarten:

taschecollage

Ich mag besonders die Paspeln.
Die Dreiteilung der Außenseite ist toll, um Stoffe zu kombinieren oder Reste zu verwerten. (Mir kommen gleich noch ganz viele Ideen für andere Farb- und  Stoffkombinationen...)
Gefüttert ist die Tasche auch. Innen gibt es eine mit Kam Snaps zu verschließende Schlaufe, an die man zum Beispiel den Schlüssel hängen kann. Außerdem gibt es eine Innentasche, die oben mit einem Gummizug verschlossen wird.

tascheinnen

Einen Verschlussriegel gibt es auch noch, damit nichts aus der Tasche herausfallen kann.
Verschiedene Henkellängen kann ich mir auch noch gut vorstellen...

Wie gefällt Euch die Tasche? Ich habe beim Nähen mal mitfotografiert und spiele mit dem Gedanken, beizeiten aus Anleitung und Schnitt ein Free-Book für Euch zu machen - sofern denn Interesse besteht?!?