Donnerstag, 29. Oktober 2015

Zweite Chance

Letzten Winter habe ich mir ein Kleid genäht. 
Der Stoff: wunderschön, der Schnitt (an mir): naja.


tunika1

Beim Waldspaziergang letztes Wochenende hab ich für ein Foto kurz mal den Mantel ausgezogen... die massiven Falten, die die Tunika an den Armausschnitten wirft, sind normalerweise nicht (so stark) da - bilde ich mir jedenfalls ein.

Das Kleid hatte ein sehr weites, angekräuseltes Rockteil - ich hatte es bereits verschmälert und "abmildernd" in Falten gelegt statt es einzukräuseln, und trotzdem war es irgendwie: zu viel. (Fotos hab ich keine, aber hier gibt es die Technische Zeichnung zu sehen, Modell 1.) Das Kleid habe ich letzten Winter zwar immer wieder mal getragen, v.a. mit einer Strickjacke drüber, aber so ganz zufrieden war ich eben nicht. Vor ein paar Tagen hab ich es aus dem Kasten gezogen und kurzerhand zur Schere gegriffen. 


tunikamuster


Schnell war das seltsame Unterteil ab- und neu zugeschnitten: kürzer und schmäler und ohne Falten oder Kräusel, aber dennoch ausgestellt. Zwei Taschen hab ich auch noch aufgesetzt.
So mag ich meine neue alte Tunika, mein "Überhosenkleid" jetzt sehr gerne!
Überhaupt mag ich Oberteile mit dieser Länge - etwas kurz für ein Kleid, aber länger als ein T-Shirt - wenn es kühler wird, sehr gerne. Die passen dann toll über schmale Hosen.

tunikajacke


A propos Hosen: Die grauen Jeans auf dem miesen Innen-Foto sind eigentlich das Probemodell für meine dunkelblauen, hier schon oft gezeigten Jeans. Der Reißverschlussschlitz ist nicht so toll gelungen und am Bund ist der (Druck-)Knopf bereits ausgerissen, außerdem wird der Stoff mit jeder Wäsche deutlich heller... Meine Begeisterung hält sich also in Grenzen, dennoch ist die Hose für mich - eben mit längeren Oberteilen - trag- und benutzbar. 
Trotzdem: Eine Hose, die wirklich gut passt, wäre doch nicht so übel. Mit den blauen Jeans (im Waldbild zu sehen) bin ich ja leider auch nicht hundertprozentig zufrieden, der Bund rutscht bei längerem Tragen und dann hängt mir der Schritt irgendwo....
Das nächste Großprojekt steht also fest - wenn der Wintermantel dann fertig ist ;-)

Die Strickjacke hatte ich Euch ja hier schon mal gezeigt. Der Schnitt ist auch aus der Ottobre, außer die Jacke etwas zu kürzen hab ich keine Änderungen vorgenommen. Ich bin eigentlich ganz zufrieden, der Kragen sieht hinten am Halsausschnitt allerdings etwas merkwürdig aus und ich bin mir nicht sicher, ob mir die Sattelärmel stehen. (Bei dem melierten Strickstoff fallen die aber kaum auf.) Ein Lieblingsschnitt wird das aber eher nicht...

Ich verlinke mich bei RUMS und wünsche Euch allen einen schönen Tag!

----------

Schnitte und Stoffe:
Kleid: ursprünglicher Schnitt: "Matisse" aus der Ottobre 2/13; Stoff: aus dem Stoffsalon, leider ausverkauft?
Jeans: "Black Magic" aus der Ottobre 5/14, hier schon mal gebloggt; Stoffe von "Das Blaue Tuch"
Strickjacke: Schnitt "Gorgeous Grey", Ottobre 5/15; Stoff: dunkelgrau-melierter Strickstoff aus dem örtlichen Stoffladen

Montag, 26. Oktober 2015

Verlosungsgewinner und Sonnenblätter

blatt2

Ich muss schon sagen, diesmal finde ich es ganz besonders blöd, dass das Wochenende schon vorbei ist...

blaetter

Aber hoffentlich mache ich wenigstens dreien von Euch den Wochenbeginn etwas schöner.

Die Gewinner der Verlosung von INKA sind, laut random.org:

Märlimuus
Wibbelstetz
Ani Lorak (Bitte melde Dich mit Deiner E-Mail-Adresse bei mir!)

Alle anderen bekommen das E-Book hier.

blaetter2
blatt
blatt3

Donnerstag, 22. Oktober 2015

#myfallessentials: Finale und Ausblick

So schnell geht das! Schon heute ist Finaltag für die #myfallessentials.

Ganz viele Outfitfotos zu machen, um die Kombinierbarkeit meiner Kleidungsstücke auszutesten, hat irgendwie gar nicht geklappt - hätte ich mir gleich denken können... Aber ich bin mit dem, was ich schon habe, ziemlich zufrieden und glaube, dass ich auf einem für mich richtigen Weg bin.

Seit meinem letzten Beitrag hat sich also gar nicht so viel getan  - aber ich unterschreibe noch einmal alles, was ich da von mir gegeben habe. Und füge noch zwei Stichwörter hinzu: Langsamkeit und Sorgfalt.
(Dazu ein Linktipp: Über den schönen Blog The Craft Sessions bin ich über den Slow Fashion October gestolpert.)
Schnelle Erfolgserlebnisse sind beim Nähen wie auch sonst eine tolle Sache, auf jeden Fall! Mit der Zeit wird man außerdem immer geübter und kann ein simples T-Shirt (oder sogar zwei) auch an einem Abend nähen. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, und immer wieder mal besteht ja auch der Bedarf an solchen einfachen, schnellen Sachen.
Aber anstatt "am Fließband" zu produzieren, möchte ich mich in der nächsten Zeit lieber ein paar nähtechnischen Herausforderungen stellen.

mantel


Ich habe mit der Arbeit an einem Wintermantel angefangen. (Vielleicht wird es auch eher ein Übergangsmantel, der Stoff ist wohl nicht soo warm.) Ich nähe immer wieder mal dran, aber ich überstürze nichts. Wenn ich den passenden Futterstoff noch nicht gefunden habe, dann warte ich eben noch, und wenn ich abends schon zu müde bin, um den Reißverschluss ordentlich einzunähen, verschieb ich das eben auch. Ist ja zum Glück nicht so, dass ich frieren müsste, ich trage inzwischen eben meinen alten Mantel (ein paar Wochen lang wird er auch noch aushalten, ohne auseinander zu fallen ;-)...).

Jeans/Hosen sind auch so eine Herausforderung. Hier bin ich ja schon mal ziemlich nah an ein "perfektes" Ergebnis rangekommen, nachdem ich die Hose aber jetzt schon ein 3/4 Jahr trage, kann ich doch Bequemlichkeitsmängel feststellen. Ich möchte also einen neuen Versuch wagen, vielleicht probier ich mal, den Schnitt von einer alten Kaufhose abzunehmen.

Und: Inzwischen ist es hier deutlich kälter geworden und mir damit wieder bewusst, dass ich noch ein oder zwei wirklich warme Oberteile brauchen könnte. Irgendwie verdränge ich das jedes Jahr, bis es dann wirklich eisig ist, und dann ist es schon fast zu spät, noch ein langfristiges Projekt zu starten. 
Strickjacken wären toll!
Wenn ich den perfekten Stoff (keine Kunstfaser, schön warm und nicht kratzig, bezahlbar) finde, würde ich versuchen, eine zu nähen. 
Eine Jacke zu stricken reizt mich aber auch sehr! (So eine zum Beispiel.) Ich weiß ganz genau, dass ich ewig dafür brauchen würde, vielleicht sogar bis nächsten Winter, aber vielleicht wäre es dann wirklich die Strickjacke, meine, und ganz gewiss mit Sorgfalt und Langsamkeit hergestellt :-).

stricken

Immerhin, um mich ans Stricken mal wieder ein bisschen zu gewöhnen und wenigstens schon mal meine Finger zu wärmen, habe ich Fäustlinge in Arbeit...


Die #myfallessentials haben mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht, es macht schon Sinn, all die wirren Gedanken auch mal aufzuschreiben und zu ordnen :-). Ich bleib also sicher dran am Thema...
Und ich bin gespannt, zu lesen, was sich bei den anderen so tut oder getan hat, welche Pläne gefasst oder verworfen wurden.
Bei Elke gibt es heute die Möglichkeit, Beiträge zum Thema #myfallessentials zu verlinken

Montag, 19. Oktober 2015

INKA

titelblattRockINKA
 
"4-Jahreszeiten-Rock INKA", so heißt mein neuer Fabelwald-Schnitt.
Es handelt sich um einen Rockschnitt für Kinder in den Einzelgrößen 89-146. Das E-Book bekommt Ihr ab heute in meinem Shop.

Mit einem ganz dicken Dankeschön an meine Probenäherinnen möchte ich Euch noch ein paar Bilder da lassen und ein paar Eindrücke, was man aus INKA so machen kann:

Der Rock lässt sich aus verschiedensten Materialien nähen, aus dehnbaren Stoffen und aus nicht dehnbaren Stoffen. (Für einen schönen Fall ist wichtig, dass der Stoff nicht zu steif ist.)


RockINKAJersey
Röcke aus Jersey - Beispiele von Quergenaeht

RockINKACord
Röcke aus Cord - Beispiele von Villa Sepia und Johys Bunte Welt  

RockINKAwollstoffsweat

Rock aus Wollstoff - Beispiel von Liivi & Liivi
Rock aus Sweat - Beispiel von MeinJoNo

RockINKAbwtuell
Rock aus Baumwolle - Beispiel von elogent
Rock mit Tüll - Beispiel von Milla

Es gibt verschiedene Bundlösungen: Schnell und einfach mit Bündchenware, in die man auch ein zusätzliches Bindeband einziehen kann, oder einen Bund aus dem Rockstoff, mit eingezogenem Gummiband.

RockINKABindeband
Bündchenware + Bindeband 
Beispiele von Kerstin und Maira

RockINKABundwebstoff
Beispiele von Marinellas World und bimbambuki


Den Rock kann man mit aufgesetzten Taschen oder Hüftpassentaschen oder ganz ohne Taschen nähen:

RockINKATaschen
  Beispiele von Ahkadabra und Naebutikk 

  DSC_8408
 Beispiel von Zwirnguin

INKA macht sich gut als schlichtes Basic-Röckchen oder bunt gemustert und nach Lust und Laune behübscht. INKA lässt sich besticken, bedrucken, beplotten und mit Applikationen verzieren. Im E-Book ist das Lama (siehe Rock am Titelblatt) als Applikationsvorlage enthalten.

RockINKAbesticktapplikation

bestickter Rock, Beispiel von Pedilu
Blumenapplikation, Beispiel von Girafanten

inkapatchworkklein


Und als "Bonusmaterial" gibt es im E-Book auch noch eine Anleitung für eine Patchworkbordüre.

Beim Probenähen sind noch mehr schöne Röcke entstanden, ich kann hier nur einen Überblick zeigen. Noch mehr Fotos von INKA könnt Ihr aber in der nächsten Zeit auf den Blogs meiner Probenäherinnen bewundern, klickt Euch doch mal durch!
Auf der Fabewald-Facebookseite werdet Ihr die Röcke außerdem nach und nach noch einzeln und genauer ansehen können.
Ich sammle alle Beispiele auch wieder in der Fabelwald-Galerie.

Vielleicht habt Ihr jetzt Lust aufs Nähen bekommen, das E-Book gibt es hier. Außerdem verlose ich das neue E-Book "4-Jahreszeiten-Rock INKA" hier 3x.
Wenn Ihr Euer Glück versuchen möchtet, hinterlässt bis So, 25.10.2015 (24 h) unter diesem Post einen Kommentar. Vielleicht mögt Ihr mir verraten, welche Rock-Näh-Ideen Ihr so habt.
Zusätzlich verlose ich auch auf Facebook 3 INKA-E-Books unter allen, die Fabelwald ein "Gefällt mir" schenken, einen Kommentar hinterlassen und/oder den Link teilen. (Ihr könnt gerne auch hier und auf FB an der Verlosung teilnehmen, mit jeweils einem Los.)

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Kurze Hosen im Herbst

Schon lange wollte ich mal ausprobieren, ob es mir steht, kurze Hosen auch bei kälteren Temperaturen über Leggins oder Strumpfhosen zu tragen. Auf diesen "Look" hat mich zugegebenermaßen meine Tochter gebracht, die trägt das gerne so, und auch bei den anderen 7-jährigen Mädels in ihrer Klasse scheint das gerade voll in Mode zu sein.
Trotzdem: Ich glaube, das geht auch für Erwachsene, es muss nur die richtige Hose sein.


shortsundbluse


Mit meinen grauen Shorts bin ich sehr zufrieden. Ich habe sie bereits im Sommer genäht und auch oft - nur mit Sandalen und luftigem Oberteil - getragen. Ich sehe hier also Potential für ein Ganzjahreslieblingsstück! Wobei: Wenn es dann wirklich Minusgrade hat, mag ich vielleicht doch lieber längere Hosen, aber für die Übergangszeit gefällt mir das so ganz gut.

shorts


Beim Nähen - es handelt sich um diesen Burda-Schnitt - hatte ich keine Probleme, habe aber ein paar Änderungen vorgenommen. 
Zuerst hab ich ein bisschen gerätselt, welche Größe ich wählen soll. Laut Maßtabelle hätte ich 36 zuschneiden sollen, beim Vergleich mit einer alten, gut passenden kurzen Hose hat aber alles auf Größe 34 hingedeutet. Da mein Stoff (der vielleicht ein bisschen zu steif ist) eher ein Probestoff war, hab ich's aber riskiert und die kleinere Größe genommen - zu Recht, denn sonst wäre mir der Bund sicher zu weit gewesen. (Nur an der HM würde ich beim nächsten Mal einen halben cm oder so dazu geben.)
Den Bund musste ich übrigens anpassen - das ist bei mir aber schon fast eine Standardänderung. Eigentlich sieht der Schnitt nur einen geraden Bundstreifen vor, ich habe einen leicht gebogenen Bund gebastelt, der sich meiner Körperform besser anschmiegt. Ich bin froh, denn so steht der Bund jetzt nicht mehr ab!
Insgesamt habe ich die Hose um ein paar cm (es waren 6 cm, glaube ich) verlängert, sonst wären mir die Shorts dann doch zu short gewesen. Dafür habe ich den Schnitt überhalb der Linien für den Saumaufschlag zerschnitten und verlängert.
Den Aufschlag am Saum hab ich übrigens mit der Hand unsichtbar angenäht. Auch der Beleg am Bund ist am unteren Rand mit der Hand angenäht, das wird einfach viel sauberer bei mir. Natürlich ist das viel Arbeit, aber mir macht sowas durchaus Spaß und ich mag es einfach, wenn viel Sorgfalt in meinen Kleidungsstücken steckt, dann darf das auch mal etwas länger dauern.


blusedetails


Das Oberteil ist auch selbstgenäht, nach dem Schnitt "Accordion" aus einer Ottobre vom letzten Jahr. Eigentlich sieht der Schnitt vor, dass die Biesen nicht bis ganz oben zugenäht werden und dadurch der Ausschnitt aufgefächert wird. Das hat mir so gar nicht gefallen, aber ich dachte mir, man könnte die Biesen ja auch einfach bis oben zunähen... Kann man auch, und der Versuch hat sich auf jeden Fall gelohnt! Insgesamt habe ich von der kleinsten Größe etwas Weite weggenommen und außerdem die ursprünglich kurzen Ärmel verlängert. Ganz optimal sitzt die Bluse nicht, sie rutscht irgendwie gerne an mir herum und dann landet der Brustabnäher irgendwo weit unter meiner Brust, aber gut finde ich, dass der Schnitt Rückenabnäher hat. Insgesamt bin ich auf jeden Fall zufrieden.
Genäht ist die Bluse aus Double Gauze, ich finde, das ist ein toller Stoff für den Herbst/Winter, weil er wärmer ist als ganz feine Blusenstoffe (Batist oder so), aber trotzdem schön fällt und vor allem sehr weich und sehr gemütlich ist! (Meine blaue Tupfenbluse trage ich momentan auch sehr oft, sie passt auch toll zu den grauen Shorts.)

shortsundbluse2a


Jetzt bin ich gespannt, was es heute bei RUMS zu sehen gibt! Außerdem schicke ich Euch - ganz glücklich mit meinen zwei essentiellen Kleidungsstücken von heute - zu Sandra, die ihren Beitrag zu den #myfallessentials zeigt.

---------
Bluse:
Schnitt: "Accordion", Ottobre2/14
Stoff: Double Gauze in einem schön verwaschenen Graugrün, aus dem Dawanda-Shop Himbeerfell (in dieser Farbe ist der Stoff wohl nicht mehr erhältlich)

Hose:
Stoff: fester mittelgrauer Köper, aus dem örtlichen Stoffladen

Donnerstag, 8. Oktober 2015

2x Basics, 2x NOSH

Vielleicht habt Ihr in den letzten Tagen schon Stoffe oder Designbeispiele aus der neuen Stoffkollektion von NOSH entdeckt. Ich habe wieder die Gelegenheit bekommen, zwei Stoffe daraus zu vernähen - und bin mal wieder ehrlich angetan von der schönen Qualität.

noshrockshirt2


Schon lange wollte ich ein Oberteil mit eckigem Ausschnitt nähen - kein Wunder, dass mir der Schnitt "Jazzy Look" in der aktuellen Damen-Ottobre (5/15) gleich ins Auge gesprungen ist. Tatsächlich hab ich ihn auch schon als Kleid genäht, heute zeige ich Euch aber die zum T-Shirt verkürzte Variante.

ausschnittdetail

Ein besonderer Ausschnitt ist ein schönes Detail, das ein "einfaches" Shirt aufwertet - ebenso wie der grandiose Stoff! Der Flamé hat eine strukturierte Oberfläche und wirkt dadurch lebendiger als ein normaler einfarbiger Stoff. Der Stoff - es handelt sich ja um Jersey - ist elastisch, aber dabei relativ fest. Ich habe hier den schönen Farbton "Petrol" vernäht, der ist für Petrol relativ hell, fast schon ins Türkise hinein, aber nicht grell, sondern schön "gedämpft", also genau nach meinem Geschmack. (In hellgrau hatte ich den Stoff übrigens  hier bereits vernäht und gezeigt.)

noshrockshirt3


Aus dem schwarzen Sweat wollte ich unbedint einen gemütlichen Rock nähen. Schließlich hab ich meinen japanischen Lieblingsrockschnitt benutzt, und ja, der lässt sich auch aus dehnbaren Stoffen wunderbar nähen! Ich habe auf den Formbund und den Reißverschluss verzichtet und statt dessen ein Bündchen angenäht: ist bequem (und schnell zu nähen) und auch so sitzt der Rock gut.

noshrockshirt1a

Ich freu mich, dass hier zwei Basic-Teile entstanden sind, die jedes auch einzeln für sich viele Kombinationsmöglichkeiten eröffnen. Bei den #myfallessentials hab ich ja schon erwähnt, dass ich versuche, Kleidungsstücke zu nähen, die ich vielfältig einsetzen kann. Der Rock - der Sweat ist nicht zu dick - kann mich bestimmt durch alle Jahreszeiten begleiten, die neutrale Farbe ist vielleicht im ersten Moment "langweilig", passt aber zu fast allen Oberteilen. Auch das T-Shirt in einer meiner Lieblingsfarben, mit dem "gewissen Etwas", zum Pur-Tragen, zum Drunter- oder Drüberziehen, fügt sich sehr gut ein.
Und wenn es kühler wird, zieh ich noch eine Strickjacke drüber (zu der - Schnitt auch aus der aktuellen Ottobre - ein anderes Mal mehr) und momentan noch mein leichtes Übergangsjäckchen. An einer wärmeren Mantelvariante arbeite ich...


strickjacke

Noch mehr Designbeispiele aus den neuen NOSH-Stoffen könnt Ihr in der nächsten Zeit bei Änni, Andrea, Andrea, Catrin, Dagmar, Danie, Daxi, Elke, Jenny, Sindy und Tessa bewundern, zu kaufen gibt es sie im Stoffbüro.
Ich verlinke mich mit T-Shirt und Rock sehr gerne noch bei RUMS und bei Ich nähe Bio.

 -------
*WERBUNG*

Stoffe: Bio-Jersey Flamé Petrol von NOSH übers Stoffbüro
          Bio-Sweat uni schwarz von NOSH übers Stoffbüro
Schnitte:
T-Shirt: "Jazzy Look", Ottobre 5/15, zum T-Shirt gekürzt
Rock: Schnitt: Rock "5b" aus "Nähen im japanischen Stil"

Montag, 5. Oktober 2015

Ein Lama im Fabelwald (Probenähen?!)

apfelrock2

Viele, viele Äpfel gibt es (wieder einmal) auf der Kleidung meiner Tochter. Bei Apfelstoffen kann ich schwer widerstehen, denn mein Mädchen liebt die feinen Früchte einfach; der schöne Lillestoff-Jersey in den kräftigen Farben hätte aber auch sonst gut zu ihr gepasst!

apfelrock

Der Rock ist einer von mehreren, die ich in letzter Zeit genäht habe, ich arbeite nämlich an einem neuen Fabelwald-Schnitt. Es geht um einen Basic-Rock, der mit verschiedenen Taschen- und Bundlösungen genäht werden kann, als sportlicher Jerseyrock oder auch als Festtagsrock aus feinen Webstoffen. Ein paar fleißige Probenäherinnen machen sich bereits ans Testen, ich könnte aber bei den Größen 134-146 noch ein bisschen Unterstützung brauchen.* Mehr erfährt Ihr auf der Fabelwald-Facebook-Seite. Denn da war da doch noch etwas mit einem Lama....

lama


Diese lieben und sehr (be)ruhigen(den) Tiere sind bei uns - seitdem wir im Sommer an einer Lama-Wanderung teilgenommen und auch das Töchterchen ein Lama alleine führen durfte - nämlich sehr angesagt.
Was wäre denn Euer Lieblingsmotiv für eine Applikation?

* Es haben sich bereits genügend Probenäherinnen bei mir gemeldet, vielen Dank!

-----
Schnitt: in Arbeit
Stoff: Bio-Jersey "Apple" von Lillestoff
Verlinkt: MyKidWears

Donnerstag, 1. Oktober 2015

#myfallessentials

Im vergangenen Frühjahr habe ich mit großem Interesse die Reihe #myspringessentials bei Elke (Elle Puls), Sindy (Ms Fisher) und Lena (Fantastisch!) verfolgt. Ich habe es zwar nie geschafft, im Blog darüber zu berichten, aber angespornt durch die drei habe ich mich (von neuem) intensiv mit meiner Garderobe und meinem Kleidungsstil auseinander gesetzt. Ich freue mich also sehr, dass ich eingeladen wurde, heute einen Beitrag zu den #myfallessentials beizusteuern.

Das Nähen, das fast vollständige Selbstanfertigen meiner Garderobe, das ist ein Hobby, vielleicht auch eine Art Luxus, für mich aber auf jeden Fall etwas, das mit Spaß und Freude verbunden sein soll. Insofern lasse ich mich hier gerne von Gefühlen leiten. Ich möchte mir auch keine Verbote auferlegen, sondern Raum lassen für spontane Ideen und das "kreative Ausleben" ebensolcher.
Aber: Ich möchte, dass das alles Sinn macht!
Sinn macht meine (selbstgenähte) Garderobe für mich dann, wenn sie (möglichst nur) Stücke beinhaltet, in denen ich mich rundum wohl fühle, die mir gut stehen, die sich den Anforderungen meines Alltags anpassen, die untereinander kombinierbar und, möglichst das ganze Jahr über, vielseitig einsetzbar sind.
Für mich folgen daraus automatisch eine gewisse Überschaubarkeit in meinem Kleiderschrank und ein durchdachteres Herangehen ans Nähen. Weniger ist mehr, das stimmt ganz sicher. Wieviel genau "weniger" nun ist, mag jede/r selbst entscheiden. Fest steht aber, dass ein gut geplantes Kleidungsstück  mehrere unüberlegt genähte oder gekaufte in vielen Fällen ersetzen kann.

So ein Nähen (und/oder Kaufen) nach Plan ist aber gar nicht immer so leicht umzusetzen.
Mir hilft es, folgende Punkte bei meinen Überlegungen zu beachten:

grafikmyfallessentials


Am Beginn jeder Saison überprüfe ich meinen Bedarf an (neuen) Kleidungsstücken. Das heißt, ich probiere das, was ich schon besitze, an und überlege, was mir gut passt, was mir fehlt, was vielleicht geändert/verbessert  werden kann, was ersetzt werden soll oder worauf ich lieber ganz verzichte. Zugegeben, nicht immer ist es leicht, da zwischen "brauchen" und "wollen" eine klare Grenze zu ziehen.
Für mich hilfreich ist es, mich zurück zu erinnern an die Lieblingsteile der letzten Herbst-/Winter-Saison - und mir wieder ins Gedächtnis zu rufen, ob ich irgendetwas vermisst habe (Strickjacken!). Warum mochte ich bestimmte Sachen lieber? (Diese Tunika aus kariertem Flanell zum Beispiel war letzten Winter mein absolutes Lieblingsstück; besonders mochte ich auch die Länge: kürzer als ein Kleid, länger als eine Bluse.)
Außerdem frage ich mich, wofür ich die Sachen brauche, wie mein Alltag in den nächsten Monaten wahrscheinlich aussehen wird und ich denke über meine Tragegewohnheiten nach. Worin fühle ich mich wirklich wohl? Was gefällt mir zwar, ist aber nicht praktisch?,... usw.
Beispielsweise friere ich  schnell und möchte es natürlich warm haben, wenn es draußen kalt wird, aber genauso leicht wird mir auch schnell zu warm, zum Beispiel in geheizten Räumen. Praktisch umgesetzt bedeutet das für mich zum Beispiel: lieber Jacken (die man öffnen kann) als Pullover, lieber mehrere Schichten, die ich nach und nach an- oder ausziehen kann als richtig dicke Kuschelteile. Ich weiß auch, dass mich Rollkrägen, große Stehkrägen und riesige Kapuzen - auch wenn sie mir oft gut gefallen - nur nerven, es macht mich wahnsinnig, wenn da dauernd so viel Stoff um meinen Hals ist. ;-) Ich benutze also lieber Schals und Tücher, die ich schnell abnehmen kann, wenn ich mich beengt fühle... usw., usw.

Am schnellsten abgehakt ist für mich der Punkt Farbe. Meine farblichen Favoriten haben sich in letzter Zeit deutlich herauskristallisiert. Die wären da - es wird Euch nicht überraschen - BLAU, BLAU, BLAU, dicht gefolgt von Petrol und Grau, alles eher gedeckt, mit "Graustich" oder leicht verwaschen. Schön finde ich als Ergänzung auch matte Beerentöne, Grauviolett, Dunkelaltrosa, ein bisschen Grün (Flaschengrün) und eine Prise Schwarz.
Die oben genannten Farben passen in meinen Augen alle untereinander gut zusammen. Dadurch, dass inzwischen fast alle meine Kleidungsstücke in diese Farbskala passen, sind sie viel leichter untereinander zu kombinieren. Allerdings ist mir auch schon manchmal aufgefallen, dass es mir zu viel des Guten wird, wenn dann plötzlich Jacke, Hose, Tasche und Schuhe dunkelblau sind - ein paar "Farbtupfer" (z.B. Accessoires) helfen aber gegen die Eintönigleit.
Zu den Farben gehören auch Muster. Auf Muster mag ich auf keinen Fall verzichten, es lohnt sich aber, auch hier auf die Kombinierbarkeit zu achten (z.B. nach dem Motto: Gemusterte Oberteile, einfarbige Unterteile - oder umgekehrt), bei eher dezenten Mustern wie Streifen oder Pünktchen gefällt mir auch ein Mustermix.

Spannend finde ich auch die Frage nach der Silhouette. Meine Kleidungsstücke sollen nicht nur der Farbe, sondern auch der Form nach zueinander passen. Will ich ein weites Oberteil mit einem schmalen Unterteil kombinieren oder umgekehrt? Will ich ein weites Oberteil und ein weites Unterteil tragen oder soll beides eher körpernah sein? Bei welcher Rocklänge fühle ich mich wohl, und wie lang sollen meine Oberteile sein? .... usw., usw.
Natürlich spielt hier meine Körperform ein Rolle bzw. spielt hier herein, welche Körperstellen ich mit meiner Kleidung besonders betonen möchte.
Meine Schultern sind zum Beispiel breiter als meine Hüften. In Kleidungsstücken, die die Schulterpartie bzw. den Oberkörper betonen (überschnittene Ärmel, Oversize-Oberteile...), fühle ich mich nicht soo wohl. Gut angezogen fühle ich mich dagegen in ausgestellten Röcken (oder auch Kleidern mit ausgestelltem Rockteil) in Kombination mit eher engen Oberteilen. Indem meine Hüften und meine untere Körperhälfte betont werden, ergibt sich so für mich ein optischer Ausgleich zu meinen Schultern.

Ob etwas zu "meinem Stil" passt, ist natürlich auch ganz wichtig. Oder wichtiger noch: "Was ist das, mein Stil?"
Ich denke nicht, dass ich meinen Stil exakt definieren kann, schon allein, weil er sich immer wieder ändert bzw. verschiebt. Trotzdem kann ich meistens ganz klar sagen, ob etwas "meins" ist oder nicht, wenn ich es auch nicht immer genau begründen kann. Ich mag es verspielt, ein bisschen verträumt, ich liebe (kleinteilige) Muster und sorgsame Details. Gleichzeitig mag ich meine Sachen schlicht und nicht zu "laut", langweilig sollen sie aber auch nicht sein. Naturmaterialien und Natürlichkeit an sich (ich schminke mich z.B. auch nie) sind mir wichtig. Ich mag es nicht zu streng und auch nicht zu elegant - manchmal hätt ich's gern ein bisschen lässiger - aber cool bin ich wohl auch nicht ;-).
Ich prüfe also bei jedem Kleidungsstück, ob es "meins" ist. Oft gefällt mir nämlich etwas an anderen, was aber zu mir nicht passt.

So!
Und welche Kleidungsstücke für den Herbst (und den Winter) hängen denn nun in meinem Kleidungsstück bzw. welche hätte ich denn gerne dort hängen?

myfallessentials


Unverzichtbar für mich sind Langarm-T-Shirts und solche mit Dreiviertel-Ärmeln, außerdem liebe ich meine Webstoffoberteile (Blusen und Tuniken). Wenn es kühler wird, trage ich darüber sehr gerne Strickjacken.
Im Winter dürfen es bei mir gerne auch gemütliche und unkomplizierte (Jersey-)Kleider oder -Tuniken sein, die man auch schon mal über schmale Jeans anziehen kann.
A propos Hosen: Eine Bootcut-Hose könnte mir auch gefallen, und in letzter Zeit hab ich auch gerne  Shorts über Leggins/Strumpfhosen getragen.
Röcke sind für mich eher ein Sommerthema, mein winterlicher Wollrock hat mir aber letztes Jahr gute Dienste geleistet, und mit Strumpfhose kann ich auch die meisten meiner sommerlicheren Röcke tragen, wenn ich mal Lust drauf habe. Accessoires (Strumpfhosen, Leggins, Schals und Tücher, Mütze, Handschuhe, Stulpen...) in meinen Farben sollten das Ganze abrunden.
Für draußen brauche ich noch einen warmen Wintermantel oder eine Winterjacke und natürlich Stiefel/Schuhe.

Glücklicherweise habe ich das meiste davon schon im Schrank, Lücken ergeben sich vor allem bei den "schwierigen" - d.h. aufwändig zu nähenden - Sachen: Hosen/Jeans, Strickjacken und ein neuer Wintermantel.
Von etwaigen Nähversuchen und - ergebnissen werde ich berichten.
In den nächsten Wochen und beim #myfallessentials-Finale möchte ich Euch außerdem gerne ein paar meiner Herbst-Outfits zeigen bzw. vor allem die Kombinierbarkeit meiner Kleidungsstücke austesten. Ich hoffe, ich kriege das hin mit den Tragefotos....

Nächste Woche könnt Ihr dann Elkes Überlegungen zum Thema verfolgen, Sindy's Nähpläne von letzter Woche findet Ihr hier.
                                              https://stoffbuero.files.wordpress.com/2015/09/zeitplan_fallessentials.jpg?w=625