Montag, 24. Oktober 2016

Lieblingsärmel

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Mein erstes Timpe Tee habe ich ja schon im Sommer genäht, auch das zweite ist schon vor einigen Wochen entstanden. Und nein, ich dokumentiere hier nicht alles, was ich nähe, aber die beiden Timpes wollte ich Euch doch zeigen!

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Gerade weil der Schnitt so simpel und schnörkellos ist, mag ich ihn sehr. Dass er locker sitzt, finde ich auch gut, wobei ich gestehen muss, dass ich bei der kleinsten Größe an der Hinteren Mitte und an den Oberarmen noch eine Spur Weite herausgenommen habe (beides sind aber Standardänderungen bei mir.)

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Besonders gefällt es mir, meine Timpe Tees - das gestreifte und das einfarbige - als Pulli-Ersatz über etwas Langärmeliges anzuziehen. Diese Art Lagenlook mag ich echt sehr. Momentan - Ihr wisst ja, die "#myfallessentials" - versuche ich gerade wieder einmal, besonders bewusst auf meine Kleidungswahl zu achten, und dabei fällt mir auf, dass ich 3/4-Ärmel wirklich sehr liebe! Und wenn es dafür zu kalt ist, zieh ich eben noch lange Ärmel drunter. Könnte fast sowas wie ein "signature Style" sein. ... (Aber dazu ein anderes Mal mehr...)

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Schnitt: TimpeTee von Schneidernmeistern
Stoffe: 
Streifenstoff: von I Got Stripes Studio übers stoffbüro - leider ausverkauft, aber hier findet Ihr andere Stoffe von I Got Stripes Studio
dunkelblauer Jersey: aus meinem Fundus

Freitag, 14. Oktober 2016

Mein Buch: "Kleidung nähen ohne Schnittmuster"

Als ich angefangen habe zu nähen, habe ich mir über Schnittmuster eher wenig Gedanken gemacht. Sobald ich einen Stoff in der Hand hatte, hab ich losgelegt, Schnittteile direkt auf den Stoff gezeichnet, eventuell ein Kleidungsstück aufgelegt, alles mehr so "nach Gefühl".
Heute weiß ich, dass ein bisschen mehr Vorbereitung nicht schaden kann, aber noch immer liebe ich am Nähen das Improvisieren, das Sich-in-den-kreativen-Sog-Ziehen-Lassen und Einfach-Machen. "Freies Nähen", sozusagen.

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Als Anfang des Jahres der Verlag Edition Michael Fischer angefragt hat, ob ich mir vorstellen kann, ein Buch zum Thema "Kleidung nähen ohne Schnittmuster" zu schreiben, war bald klar, dass ich mich der Herausforderung stellen wollte.

"Ohne Schnittmuster" - das klingt jetzt vielleicht nach reiner Improvisation.
Gemeint ist aber viel mehr das Nähen nach selbst erstellten Schnittteilen, ausgehend von den eigenen Maßen. Es braucht keine Konfektionsgrößen und Maßtabellen, kein Abpausen oder Zusammenkleben der Schnitte, denn die Schnitte können, wenn man mag, direkt auf den Stoff gezeichnet werden.

Nicht für alle Kleidungsstücke wird dieses Prinzip funktionieren. Aber bei vielen ist es möglich - gerade bei leger geschnittenen Modellen, beim "Oversize-Look" und bei solchen Kleidungsstücken, die bei genauerem Hinsehen aus einfachen Formen wie z.B. Rechtecken bestehen. Bestimmt kennt Ihr z.B. alle Tellerröcke - Röcke aus kreisrunden Schnittteilen - Klassiker unter den Schnitten, die ganz einfach selbst zu konstruieren sind.


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Im Buch "Kleidung nähen ohne Schnittmuster" habe ich 12 Modelle gesammelt, deren Schnittteile alle auch von "Laien" selbst konstruiert werden können. Von T-Shirts, Blusen, Jacken, Kleidern, Röcken bis hin zur Haremshose ist hoffentlich für jeden Stil etwas dabei.
In Schritt-für-Schritt-Anleitungen wird das Zeichnen der Schnittteile und das Nähen der Modelle erklärt. Dabei lassen sich diese vielfach abwandeln und an den eigenen Geschmack, an individuelle Tragegewohnheiten und persönliche Wünsche anpassen. Meine Anleitungen sollen eine Anregung sein, selbst kreativ zu werden, die eigenen Ideen umzusetzen und auch mal ein bisschen Mut zur Improvisation aufzubringen.


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Die Bluse, die Ihr auf den Fotos sehen könnt, habe ich nach dem im Buch enthaltenen "Grundschnitt mit überschnittenen Schultern" genäht. Auf der Rückseite habe ich eine Knopfleiste eingefügt - die findet Ihr im Buch beim "Sommertop".
Vernäht habe ich hier einen wunderschönen Double Gauze in meiner Lieblingsfarbe. Für mich ein gelungenes Kleidungsstück, ganz nach meinen Wünschen. (Dass die Fotos während eines Kurzurlaubs in Kroatien entstanden sind, wird die Bluse zusätzlich immer mit guten Erinnerungen aufladen. Übrigens haben wir während einer mehrstündigen Wanderung fotografiert, daher mein vielleicht recht zerzaustes Aussehen...)

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Alle, die das Buch interessiert, können es ab 19.10.2016 beim Buchhändler ihres Vertrauens erwerben.
Vielleicht macht Euch diese eher unkonventionelle Herangehensweise ans Nähen ja auch Spaß - probiert es einfach mal aus!

Montag, 10. Oktober 2016

#myfallessentials: Eine neue Runde

Vor etwa einem Jahr habe ich ausführlich über meine #myfallessentials berichtet - nämlich über den Inhalt meines Kleiderschranks und über das wohlüberlegte Planen desselben.
Angefangen hatte ja alles mit der #myspringessentials-Idee von Elke, Lena und Sindy. Seitdem sind die Themen Capsule Wardrobe und Nähen mit Plan immer wieder präsent. Vor kurzem hatte Sindy angeregt, die #myfallessentials noch einmal aufzugreifen, und ich freue mich, dass sich mit Lena, Elke, Marina, Eveline und Sindy eine sehr feine Gruppe zusammengefunden hat. Heute könnt Ihr auch bei Ihnen einen Beitrag zu den myfallessentials lesen, im Januar und im April gibt es dann weitere Termine, an denen wir von unseren Erfahrungen berichten wollen.

Um mich an dieser Stelle nicht zu wiederholen, verweise ich gerne noch einmal auf meinen Blogbeitrag vom letzten Jahr - was dort geschrieben steht, hat alles noch Gültigkeit.

grafikmyfallessentials


Was hat sich also getan seit letztem Jahr?

Ich glaube, ich bin auf einem ganz guten Weg. Ich bin mir recht sicher, was denn nun mein Stil ist und was zu mir passt.

Trotzdem gibt es immer noch die Tage, an denen ich das Gefühl habe, nicht das Passende im Schrank zu haben. (Vielleicht bin ich an solchen Tagen aber auch einfach nur schlecht gelaunt?)
Zu wenig habe ich nicht, nein.
Aber es fehlt noch an wenigen, ganz bestimmten Teilen, die das Vorhandene perfekt ergänzen. Welche diese Schlüsselteile sein sollen, weiß ich aber leider noch nicht so genau.

Ich will ehrlich sein: Trotz aller Bemühungen, vernünftig, geplant und reduziert zu nähen, haben sich im Laufe des Jahres doch wieder einige Kleidungsstücke eingeschlichen, mit denen ich nicht zu 100% zufrieden bin.
Zum einen - das ist der einzige Nachteil beim Selbernähen - merke ich eben manchmal erst, wenn ich fertig bin, dass ein Kleidungsstück doch nicht so ganz das geworden ist, was ich mir vorgestellt hatte, dass die Passform nicht so gut ist o.ä.
Zum anderen beschäftige ich mich viel mit Schnittkonstruktion, und dabei entstehen eben auch einige Test-Stücke, die zwar tragbar sind (und auch getragen werden), aber noch nicht so ganz das Wahre.

Ich finde das nicht schlimm. Wichtig ist nur, mich dann auch wieder von solchen Stücken zu trennen. (Oft wandern die dann auf den Upcycling-Stapel, schon öfter hab ich meinen Kindern noch etwas Nützliches aus solchen Kleidungsstücken genäht.)

Vor der kommenden Wintersaison möchte ich also noch einmal alles durchsortieren und ausmisten.

Mein Vorhaben lautet außerdem, die Kleidung, die ich habe, möglichst gut auszunutzen! Ich möchte versuchen, neue Kombinationen aus dem Vorhandenen rauszuholen, noch mehr darauf zu achten, was meine absoluten Lieblingsstücke sind und warum sie es sind.

Und wenn ich dann die "Schlüsselstücke" finde, die als Ergänzung noch fehlen (wenn das tatsächlich der Fall ist), möchte ich sie - gut durchdacht - noch in Ruhe nähen.

myfallessentials_farben
Letztens beim Packen für eine kurze Reise ist dieser Kleidungsstapel zusammengekommen - ich denke, meine farblichen Präferenzen sind eindeutig erkennbar. ;-)

Letzten Mai habe ich beim MeMadeMay mitgemacht. (Outfitfotos habe ich auf Instagram gezeigt.) Zwar habe ich nicht täglich ein Foto gemacht, aber über einen längeren Zeitraum hinweg meine selbstgenähten Kleidungsstücke an mir zu fotografieren, hat mir sehr geholfen, mir meines Stils nochmal bewusster zu werden. Und es hat mir irgendwie vor Augen geführt, wieviele schöne Sachen ich eigentlich habe, und dass ich darauf stolz sein kann, die alle selbst genäht zu haben. Das ist nicht selbstverständlich - und es ist auch nicht selbstverständlich, überhaupt einen vollen Kleiderschrank zu haben!

Jedenfalls nehme ich mir vor, in den kommenden Wochen auch wieder häufig (wenn auch bestimmt nicht täglich) Outfitfotos zu machen, diese zu sammeln und anschließend vielleicht irgendwie auszuwerten. - Dazu dann mehr im Januar (und zwischendurch auf Instagram)....

Ich will nicht ausschließen, dass trotz aller Vorhaben zur Zurückhaltung, doch noch das eine oder andere spontan genähte Kleidungsstück entstehen wird - wenn mir der Stoff oder der Schnitt über den Weg laufen. Das gönn ich mir dann einfach. Mein Ziel ist nicht Askese, sondern eine Garderobe voller Stücke, die ich wirklich gerne mag. Aber noch ein bisschen mehr Langsamkeit und ein bisschen mehr Innehalten wünsche ich mir dabei.




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Ich freu mich also über die #myfallessentials! Hier geht es zu den Beiträgen von Elke, Eveline, Lena, Marina und Sindy.
Wenn Ihr auch mitmachen und Eure Gedanken zum Thema teilen wollt, findet Ihr bei Elke wieder die Möglichkeit, Euch zu verlinken.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Cardigan Kathi - noch mehr Jäckchen (und die Verlosungsgewinner)

Heute darf ich Euch noch einen Schwung wunderbarer KATHI-Cardigans zeigen. (Die ersten Probenähbeispiele könnt Ihr hier sehen.)
An dieser Stelle möchte ich auch noch mal ganz herzlich Danke sagen an alle Probenäherinnen!

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Milla von @millionthingstosew hat die gekräuselte Version genäht, allerdings nur das Vorderteil eingekräuselt - eine weitere schöne Variante. Übrigens trägt ihre Tochter zur dunkelroten Jacke einen Rock INKA.
Außerdem beweist Milla ganz wunderbar und gleich mit zwei Cardigans, wie gut sich KATHI auch für kleine Jungs macht!


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Der festliche weiße Cardigan aus strukturiertem Stoff stammt von Simply January.
Jana hat für ihre Tochter außerdem ein rosa Jäckchen genäht, diesmal die Version mit Passe und eigekräuseltem Vorder- und Rückenteil.


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Die Katzenjacke hätte bei meiner Tochter, als sie kleiner war, garantiert Begeisterungsschreie ausgelöst.:-) Sehr hübsch ist aber auch der schlichte, dunkelgraue Cardigan. Beide Kathis hat Sindy von Mein gewisses Etwas genäht.


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Mara von MiMaraMundo hat den rosa-pinken und den rot-grünen Cardigan genäht - so richtig bunt wirkt Kathi wieder ganz anders und richtig fröhlich!


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Fränzi von Verflixxt und zugenäht hat sehr hübsche Cardigans für ihre beiden Töchter genäht - in der kleinsten und in der größten Größe :-)


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Und Maarika beweist, dass KATHI auch richtig cool sein kann! Aber auch die festliche Version aus Glitzersweat und -Paspel ist wirklich gelungen und zeigt toll, wie unterschiedlich der Schnitt umgesetzt werden kann.

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Natürlich hab ich auch die Verlosung vom letzten Mal nicht vergessen: Random.org hat gewählt und je ein E-Book gewonnen haben:

Edith H. aus Niederösterreich
Dörte Drangmeister
Daniela Kreiner

Bitte meldet Euch bei mir (fabelwald@gmx.at) mit Euren E-Mail-Adressen!

Für alle anderen noch einmal:
Das E-Book mit Nähanleitung und Schnitt (Gr.92-146) gibt es hier im Fabelwald-Shop oder, neu, auch hier im ::stoffbüro::

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Streifenliebe - Mein Kleid

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Heute zeige ich Euch endlich das Kleid, das ich mir aus der Streifenliebe Marine/Petrol genäht habe.
Der Stoff gehört zur neuen Stoff-Büro-Kollektion - hier habe ich schon mal darüber berichtet und hier könnt Ihr im ::stoffbüro:: selbst alles über die Stoffe nachlesen.

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Eigentlich wollte ich zuerst ein Streifenshirt nähen, beim Zuschneiden ist mir aber zum Glück aufgefallen, dass der Stoff noch für mehr reicht - so habe ich meinen Schnitt kurzerhand verlängert. Dass es dann für ein Kleid doch eine Spur zu wenig Stoff war, macht gar nichts, denn der im Nachhinein angesetzte breite Streifen aus (farblich exakt passendem) dunkelblauem Jersey gefällt mir jetzt richtig gut.

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Aus dunkelblauem Jersey hab ich außerdem einen schmalen Gürtel genäht, um das Kleid zu taillieren.

Eine kleine Streifenspielerei - wie beim T-Shirt für meinen Sohn - musste auch hier sein, weshalb ich bei den aufgesetzten Taschen die Musterrichtung gewechselt habe.

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Übrigens zeigt heute auch Mara von MiMaraMundo ein Kleid aus demselben Stoff.
Weitere Designbeispiele für die Stoffbüro-Stoffe findet Ihr auf diesen Blogs:
19nullsieben - Aennisews - Eleonore Creative - Elle Puls - Fantastisch - Frölein Tilia - Ganz mein Ding - Kayhuderfjaeril - Keko-Kreativ - Königkind - Kreamino - Lya und ich - Made by Miri - Naadisnaa - Naehconnection - Pedilu - Prülla - Schneidernmeistern - Sprungfaden - Stahlarbeit

Wahrscheinlich laufen Euch die Stoffe auch bei RUMS und Ich näh Bio über den Weg...


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Stoff: "Streifenliebe Marine/Petrol" aus dem ::stoffbüro::
Schnitt: improvisiert aus eigenem Oberteil-Grundschnitt mit Raglan-Ärmeln

Montag, 3. Oktober 2016

Streifenliebe - Ein T-Shirt für meinen Sohn

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Letztens habe ich Euch ja bereits von den neuen stoffbüro-Stoffen erzählt. Neben den Jacquards haben es mir vor allem die "Streifenliebe"-Stoffe angetan.
Die Streifenjerseys gibt es in den Farbkombinationen Camel/Bordeaux, Camel/Maisgelb, Marine/Fuchsia, und - mein Favorit - Marine/Petrol. Wenn schon zwei meiner Lieblingsfarben aufeinandertreffen, kann das ja nur gut werden ;-)
Dazu gibt es farblich passende Uni-Jerseys und Uni-Bündchen, alles aus Bio-Baumwolle, produziert von Albstoffe.

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Auch meinem Sohn stehen zum Glück meine Lieblingsfarben wirklich gut, und neue T-Shirts für den Herbst braucht er sowieso...

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Ich wollte mit den Streifen irgendetwas Besonderes anfangen, deshalb habe ich mal mit ein paar Teilungsnähten gespielt und jeweils zwei Dreiecke zusammengesetzt und dann seitlich in das Vorderteil eingenäht.

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So bekommt das ganz schlichte T-Shirt - ich verwende übrigens für Kindershirts immer das Jerseykleid LISA, gekürzt und an den Seiten begradigt - noch einen besonderen Blickfang.

Die Pfeile, die aus den Streifen in den seitlichen Dreiecken entstehen, wirken optisch taillierend - ich denke, das wäre auch mal eine Idee für ein Damenshirt...

Was näht Ihr am liebsten aus Streifenstoffen?